Art7dPCTBE1973
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- Nom affiché : Art7dPCTBE1973
- Numéro d'article : 7
- Dossier / langue : Deutsch
- Tag langue : #Deutsch
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/Articles/Deutsch/Artikel 001-025/Article 007 (Deutsche Fassung)/Art7dPCTBE1973.pdf
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Page 1
Artikel 7 D
Travaux Préparatoires (EPÜ 1973)
Hinweis:
Die Sammlungen und Materialien stellen lediglich ein internes Arbeitsmittel der Direktion Patentrecht des Europäischen Patentamts dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der in ihr enthaltenen Dokumente kann daher nicht übernommen werden.
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Art. 7 MPÜ Dienststellen des Europäischen Patentamts
| Entwurf, der dem nebenstehenden Dokument zugrunde liegt | Art. Nr. im Entwurf/ Dokument |
Dokument, in dem der Art. behandelt wird | Fundstelle im Dokument |
|---|---|---|---|
| Vorschl.d.Vors. | 43 | IV/215/62 | S. 91,92 |
| Vorschl.d.Vors. | 43a milt | IV/3076/62 | S. 148 |
| VE Mai 1962 | 33 | 6551/IV/62 | S. 16,58,59 |
| VE 1962 | 33 | BR/7/69 | Rdn. 54/55 |
| IVX215/62 | 43 | IV/3076/62 | S. 148 |
| VE 1970 (Ue) | 33 | BR/87/71 | Rdn. 54 |
| BR/33/70 | 35 a | BR/87/71 | Rdn. 81 |
| BR/33/70 | a | BR/34/70 | Rdn. 10-17 |
| BR/33/70 | a | BR/53/70 | Rdn. 5-9 |
| BR/33/70 | b | BR/53/70 | Rdn. 10-15 |
| VE 1971 (Ue) | 33 | BR/169/72 | Rdn. 38 |
| VE 1971 (Ue) | 33 | BR/135/71 | Rdn. 127 |
| BR/88/71 | 35 a | BR/125/71 | Rdn. 96-103 |
| BR/88/71 | 35 b | BR/125/71 | Rdn. 104 |
| BR/199/72 | 7 | BR/219/72 | Rdn. 173-181 |
| BR/199/72 | 7 | BR/218/72 | Rdn. 39-41 |
Dokumente der MDK
| E 1972 | 7 | M/59/I/II | S. 1 |
|---|---|---|---|
| " | 7 | M/130/II/R 6 | S. 4 |
| " | 7 | M/146/R 1 | Art. 7 |
| " | 7 | M/PR/II | S. 118 |
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VERTRAULICH!
B e m e r k u n g e n
zu dem ersten Arbeitsentwurf
eines Abkommens
über ein europäisches Patentrecht
Artikel 41 bis 60
Artikel 41 bis 49a
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Artikel 43
Sitz
1. Alternative:
Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in 2. Alternative:
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird vom (Verwaltungsrat 7 bestimmt.
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VERTRAULICH!
Erster Arbeitsentwurf
eines Abkommens
über ein europäisches Patentrecht
Artikel 41 bis 60
Artikel 41 bis 49 a?
038750.6 038751
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Er unterbreitet einen ähnlichen Vorschlag wie Herr Roscioni, nämlich dem Zuropäischen Patentamt die Möglichkeit zu geben, bei den nationalen Patentämtern Auskunftsstellen einzurichten.
Herr van Benthem hält eine solche Möglichkeit für nützlich. Er fragt sich jedoch, ob hierzu nicht eine ausdrückliche Bestimmung im Abkommen erforderlich sei.. In der Befugnis des Verwaltungsrats zur Dezentralisierung der Dienststellen sieht er eine gewisse Gefahr.
Herr De Muyser und Herr Pfanner stimmen Herrn van Benthem zu. Der Präsident stellt fest, dass die Gruppe einverstanden ist und dass bei den nationalen Patentämtern eine amtliche Auskunftsstelle über das europäische Verfahren eingerichtet werden soll. Sodann müsse geklärt werden, wie man bei der Einrichtung dieser Auskunftsstellen vorgehen solle. Offensichtlich führe die Eröffnung von zentralen Auskunftsstellen nicht zu einer Dezentralisierung der Zuständigkeiten des Europä̈schen Patentamts. Trotzdem müsse die Einrichtung solcher Stellen im Abkommen vorgesehen werden.
Herr Roscioni regt an, die Arbeitsgruppe solle dem Koordinierungsausschuss detaillierte diesbezügliche Vorschläge unterbreiten.
Die französische Delegation erklärt sich bereit, derartige Vorschläge für die Artikel über die Gliederung des Patentamts für die Vorbereitung der fünften Sitzung auszuarbeiten.
Artikel 43 wird an den Redaktionsausschuss übermiesen, der die dritte, von Herrn Fressonnet vorgeschlagene Alternative hinzufügen soll. Die Auffassung der Gruppe, wonach das Europäische Patentamt nicht dezentralisiert werden darf, soll nur im Bericht festgehalten rorden.
Erörterungen zu Artikel 44 des Vorentwurfs
Herr Roscioni, unterstützt von Herrn Fressonnet, hält es für zweckmässiger, im Abkommen nicht zwischen Amts- und Arbeitssprachen zu unterscheiden, sondern in den einzelnen Bestimmungen über die Rechtshandlungen des Europäischen Patentamts anzugeben, welche Sprache angewendet werden muss.
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Umfang der Vertretungsbefugnis zurückgestellt wird. Die Frage soll in ihren Einzelheiten im allgemeinen Abkommen geregelt werden.
Artikel 42 wird an den Redaktionsausschuss überwiesen.
Erörterungen zu Artikel 43 des Vorentwurfs
Der Präsident bittet die Gruppe um Stellungnahme, welche Fassung dieses Artikels angenommen werden solle. Er selbst hält die erste Fassung, wonach der Sitz des Europäischen Patentamts durch das Abkommen selbst bestimmt wird, bei weitem für die günstigste. Andernfalls könnten bei der restimmung des Sitzes ähnliche Schwierigkeiten auftreten wie für den Gemeinsamen Markt.
Die italienische, deutsche und niederländische Delegation sprechen sich für die erste Fassung aus.
Ohne gegen diese erste Fassung Einwendungen zu erheben, regt Herr Fressonnet eine dritte Alternative an, wonach der Sitz durch eine Entscheidung der Regierungen der Vertragsstaaten bestimmt wird.
Die Gruppe ist.mit diesem Vorschlag einverstanden. Zu einer weiteren, vom Präsidenten aufgeworfenen Frage über die Notwendigkeit, als Sitz des Europäischen Patentamts den Sitz eines Patentamts zu bestimmen, das eine vorhergehende Prüfung kenne, weil das Europäische Patentamt zumindest in der Aufbauzeit auf die Dokumentation dieses Patentamts zurückgreifen müsse, soll noch nicht Stellung genommen werden. Hinsichtlich der Notwendigkeit, das Europäische Patentamt dadurch zu zentralisieren, dass eine Inanspruchnahme der Dienststellen in den einzelnen Mitgliedstaaten ausgeschlossen wird, bemerkt Herr Fressonnet, dass er eine Dezentralisierung des Europäischen Patentamts nicht für möglich halte. Er erinnert jedoch an den Vorschlag von Herrn Roscioni, bei den einzelnen nationalen Behörden für den gewerblichen Rechtsschutz Beamte verschiedener Sprachen zu verwenden.
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ARBEITSGRUPPE " Patente "
Brüssel, den 1. Februar 1962 VERTRULICH
Ergebnisse der vierten Sitzung der arbeitsgruppe "Patente" vom 8. bis 19. Januar 1962 in Drüssel
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Der Vorsitzende weist darauf hin, daß das Zusatzpatent mit dem Hauptpatent erlösche. Eine Ausnahme bestehe nur bei der Nichtigkeit. In diesem Fall erlösche das Hauptpatent gegen den Willen seines Inhabers. Dazu komme die Ausnahme des Verzichts, um dem Erfinder ein Nichtigkeitsverfahren zu ersparen.
Herr van Benthem meint, da für das Zusatzpatent keine Jahresgebühren bezahlt werden müßten, liege darin ein schwerer Verstoß gegen dieses System. Die Großindustrie werde eine Unzahl von Zusatzpatenten anmelden, um die Zahlung der Jahresgebühren für jedes Hauptpatent zu sparen.
Der Vorsitzende erwidert, in seinen Augen sei die Begrenzung der Leinsdauer des Zusatzpatents ein ausreichendes Hindernis.
Außerdem hätten sich 4 Delegationen gegen die Zahlung von Jahresgebühren für das Zusatzpatent ausgesprochen.
Der Vorsitzende kommt sodann auf das Problem der Umwandlung des Zusatzpatents in ein Hauptpatent im Laufe des Verfahrens bis zur Erteilung des endgültigen europäischen Patents.
Herr Roscioni meint, das Problem solle auf den umgekehrten Fall erweitert werden.
Der Redaktionsausschuß wird beauftragt, hierzu einen Vorschlag ausarbeiten, der in der Münchener Sitzung erörtert werden soll.
Artikel 29 Die 2. Alternative wird gestrichen.
Artikel 41 bis 47 Der Redaktionsausschuß wird beauftragt, hierzu einen dem französischen Vorschlag entsprechenden Text auszuarbeiten.
Artikel 49 Der Artikel und die Anmerkungen werden beibehalten. Der Koordinationsausschuß soll das hier aufgeworfene Problem behandeln.
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ARBEITSGRUPPE " Patente "
Ergebnisse der funften Sitzung der Arbeitsgruppe "Patente" vom 2. bis 18. April 1962 in Brüssel
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1. Alternative :
Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in
2. Alternative :
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird vom [Verwaltungsrat] bestimmt.
3. Alternative :
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird im Einvernehmen zwischen den Regierungen der Vertragsstaaten bestimmt.
Bemerkung :
Die arbeitsgruppe hat sich dafür ausgesprochen, dem Europäischen Patentamt zu ermöglichen, soweit erforderlich, dezentralisierte Auskunftsstellen zu eröffnen.
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ARBEITSGRUPPE
" Patente "
Brüssel, den 1. Februar 1962 VERTRAULICH
Ergebnisse der vierten Sitzung der Arbeitsgruppe "Patente" vom 8. bis 19. Januar 1962 in Brüssel
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Artikel 33(43+43 a)
Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen
(1)
1. Fassung:
Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in 2. Fassung:
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird vom [Verwaltungsrat] bestimmt. 3. Fassung:
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird im Einvernehmen zwischen den Regierungen der Vertragsstaaten bestimmt. (2) Bei den Zentralbehörden für den gewerblichen Rechtsschutz der Vertragsstaaten oder bei / dem Internationalen Patenlinstitut in Den Haag] können, soweit erforderlich, Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden. (3) Die Schaffung dieser Dienststellen kann vorgesehen werden, um den Bedürfnissen des Europäischen Patentamts, der Vertragsstaaten oder / des Internationalen Patentinstituts] zu genügen.
Bemerkung:
Die dritte Fassung des Absatzes 1 hat den Nachteil, daß sie in gewissen Staaten eine Zustimmung des Parlaments zu der von den Regierungen zu schließenden Vereinbarung erforderlich macht.
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Arbeitsgruppe "Patente" Brüssel, den 26. Mai 1962 Redaktionsausschuss
STRENG VERTRAULICH
V o r e n t w u f f
eines Abkommens über ein europäisches Patentrecht
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Herr Fressonnet weist die Gruppe darauf hin, dass nach dem Artikel dea allgemeinen Abkommen, der dem Abkommonsentwurf im Entwurf anliegt, der Ver- waltungsrat hierfür zustänlig sein soll.
Solange Absatz 2, der später in das allgemeine Abkommen übernommen werden soll, im Entwurf stehen bleibt, hält es der Vorsitzende zur Vermeidung von Unklarheiten für zweckmässiger, hier anzugeben, welche Stelle zuständig ist.
Artikel 37 (47) Der Redaktionsausschuss hatte in Absatz 3 dieses Artikels hinzugefügt, dass die Abteilungsleiter auf Vorschlag des Präsidenten des Amtes vom Verwaltungsrat ernannt werden;
Nach Ansicht von Herrn Fressonnet sollte sich die Ernennungs- und Disziplinargewalt des Verwaltungsrates auf nehr hochgestellte Beamte beziehungsweise richterliche Beamte beschränken. Er schlage daher vor, die Ernennung der Abteilungsleiter dem Präsidenten des Patentamtes zu überlassen.
Die Gruppe schloss sich dieser Meinung an und entschied, Artikel 37 Abs. 3 dementsprechend zu ändern. Die Bemerkung wurde gestrichen.
Artikel 36 (46) Durch die Lösung des Problems in Artikel 37 ist auch die durch Artikel aufgeworfene Frage praktisch bereits geregelt. Der Hinweis auf Artikel 37 betrifft hiernach nur noch richterliche Beamte, die der Disziplinargewalt des Präsidenten nicht unterstehen können. Letzterer soll jedoch auch hier das Rach behalten, dem Verwaltungsrat Disziplinarmassnahmen vorzuschlagen.
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Artikel 33(43+43 a) Der Vorsitzende stellt die Frage, ob die Gruppe der Streichung der dritten Fassung zustimmt; diese Vorschrift könne nämlich, falls sie angenommen würde, die praktische Durchführung des Abkommens erheblich erschweren.
Herr Pfanner ist für die Streichung. Nach Mitteilungen von Sachverständigen des Bundes.justizministeriums würde die dritte Lösung zumindest in der Bundesrepublik zur Folge haben, dass die Zustimmungserklärung der Regierung hinsichtlioh des Sitzes des Patentamtes dem Parlament zur Ratifizierung vorgelegt werden müsste, weil es von der Festlegung des Sitzes gleichzeitig für. gewisse Fragen abhängt, welches Recht anzuwenden ist. Er fügte hinzu, dass die deutsche Delegation die erste Fassung bevorzuge, aber auch der zweiten zustimmen könne.
Herr Roscioni ist mit der Streichung der dritten Fassung einverstanden und spricht sich ausdrücklich für die zweite Fassung aus mit dem Zusatz, dass der Sitz vom Verwaltungsrat einstimmig gewählt werden solle.
Herr Fressonnet hält zwar ebenfalls die dritte Fassung für undurchführbar, schlägt aber vor, sie dennoch stehen zu lassen, um deutlich zu zeigen, dass die Gruppe alle in Frage kommenden Lösungen erörtert habe. Aus diesen formalen Gründen scheine ihm dieser Weg dem Koordinierungsausschuss gegenüber zweckmässiger.
Die Gruppe nahm diesen Vorschlag an, beschloss aber in der Bemerkung deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass ihr die dritte Fassung undurchführbar scheine.
Der Redaktionsausschuss wurde ausserdem beauftragt, in der zweiten Fassung das Wort "einstimmigen" hinzuzufügen.
Zu Artikel 33 Abs. 2 bemerkt der Vorsitzende, man müsse angeben, welche Stelle für die Schaffung der Dienststellen des Europäischen Patentamts zuständig sein soll.
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che Begrenzung für auch nach außen wirkende Handlungen des Präsidenten (z.B. Vertretung des Amtes in Rechtsstreitigkeiten) zu ernsten Schwierigkeiten führen, insbesondere in dem durchaus wahrscheinlichen Fall, daß der Verwaltungsrat seinen Sitz nicht im selben Staat haben sollte wie das Amt selbst. Die Gruppe schloß sich den Ausführungen des Vorsitzenden an und beschloß, den Text innerhalb der eckigen Klammern in Absatz 3 zu streichen und die Anmerkung stehen zu lassen.
Mit diesen Änderungen wurde der Artikel angenommen. Artikel 33(43+43 a) Die Prüfung dieses Artikels wurde bis zur Ankunft der französischen Delegation zurückgestellt.
Artikel 34 (44) Die Gruppe stellt einstimmig fest, daß in Absatz 2 der Ausdruck "in Sprache dieses Landes" in dem Sinne zu verstehen sei, daß die amtliche Sprache bzw. die amtlichen Sprachen dieses Staates gemeint sind. Der Artikel wurde angenommen.
Artikel 35 (45) Dieser Artikel wurde ohne weitere Bemerkungen angenommen. Artikel 36 (46) Der Vorsitzende machte einige Bemerkungen zu der deutschen Fassung dieses Artikels. Ferner hielt er in Absatz 2 unter h) eine weitergehende Fassung für erforderlich, um auszudrücken, daß der Präsident seine Befugnisse übertragen könne. Die Gruppe beschloß daraufhin, das Wort "gewisse" zu streichen und durch "seine" zu ersetzen. Die anschließende Bemerkung sowie auch die Bemerkung unter dem nachfolgenden Artikel sollen in Gegenwart der französischen Delegation erörtert werden.
Der Artikel wurde angenommen. Artikel 37 (47) Der Artikel wurde mit Ausnahme der Bemerkung angenommen.
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ARBEITSGRUPPE
Brüssel, den 31, Julj 1962 " Patente " Vertraulich
Ergebnisse der sechsten Sitzung der Arbeitsgruppe "Patente" vom 13. bis 23. Juni 1962 in Munchen
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(2) Duroh einstimmigen Beschluss des [Verwaltungsrats] können bei den Zentralbehörden fur den gewerblichen Rechtsschutz der Vertragstaaten oder bei [dem Internationalen Patentiastitut in Den Haag], soweit erforderlich, Dienststellen des Europäischen Patentants zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden. (3) Die Schaffung dieser Dienststellen kann vorgesehen werden, um den Bedürfnissen des Europäischen Patentamts, der Vertragstaaten oder [des Internationalen Patentinstituts] zu genügen.
Bemerkung
Die dritte Fassung des Absatzes 1 macht in gewissen Staaten die Zustimmung des Parlaments zu einer vom Abkommen unabhängigen Vereinbarung erforderlich, die sich ausschliesslich auf die Bestimmung des Sitzes bezieht.
Artikel 34 Sprachen (1) Das Europäische Patentamt bedient sich vorbehaltlich der nachstehenden Vorschriften der deutschen, der englischen und der französischen Sprache. (2) Die Personen mit Sitz oder Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines der Vertragstaaten, dessen Sprache in Absatz 1 nicht genannt ist, und die Angehörigen dieses Staats mit Wohnsitz im Ausland können europäische Patentanmeldungen in der Sprache dieses Staats einreichen. Jedoch muss eine Ubersetzung in eine der in Absatz 1 genannten Sprachen innerhalb einer Frist von einem Monat von der Anmeldung an gerechnet eingereicht werden. (3) Vorbehaltlich der in der Ausführungsordnung zu diesem Abkommen vorgesehenen Ausnahmen ist die Sprache der europäischen Patentanmeldung oder im Fall des Absatzes 2 diejenige der Ubersetzung in allen Verfahren vor dem Europäischen Patentamt zu verwenden. Muss ein Schriftstück vor Ablauf einer Frist vorgelegt werden, so finden die Bestimmungen des Absatzes 2 mit der Massgabe entsprechende Anwendung, dass die Ubersetzung in der Verfahrenssprache eingereicht wird. (4) Die Eintragungen in das europäische Patentregister werden in den in Absatz 1 genannten drei Sprachen vorgenommen. In Zweifelsfällen ist die Eintragung in der Sprache der Anmeldung massgebend. (5) Die Patentschriften europäischer Patente werden in der Sprache der Anmeldung oder im Fall des Absatzes 2 in der Sprache der Ubersetzung veröffentlicht; sie enthalten eine Ubersetzung der Ansprüche in die beiden anderen in Absatz 1 genannten Sprachen. (6) Das Europäische Patentblatt wird in den drei in Absatz 1 genannten Sprachen ver6ffentlioht. (7) Das Amtsblatt des Europäischen Patentamts wird gemäss der Ausführungsordnung zu diesen Abkommen in einem Teil in allen Sprachen der Vertragstaaten und in einem anderen Teil in den drei in Absatz 1 genannten Sprachen veröffentlicht.
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KAPITEL I
RECHTSSTELLUNG UND ALLGEMEINE ORGANISATION
Artikel 31 Rechtsstellung (1) Das Europäische Patentamt ist eine gemeinsame Einrichtung der Vertragstaaten mit verwaltungsmäaiger und finanzieller Selbständigkeit. (2) Die Tätigkeit des Europälochen Patentamts wird vom [Verwaltungsrat] uberwachs.
Bemerkung
Dieser Artikel lässt die Frage offen, ob das Europäische Patentamt von einer umfassenderen internationalen Einrichtung abhängig sein soll, deren Kontrollorgan der Verwaltungarat sein würde. Diese Kontrolle würde unter den Bedingungen ausgeübt werden, die im Allgemeinen Abkommen festgelegt werden.
Artikel 32 Rechtenatur (1) Das Europäische Patentamt besitzt Rechtspersönlichkeit. (2) Das Europäische Patentamt besitzt in jedem Vertragstaat die weitestgehende Rechtsund Geschäftsfähigkeit, die juristischen Personen nach dessen Rechtsvorschriften zuerkannt ist; es kann insbesondere bewegliches und unbewegliches Vermögen erwerben und veräussern sowie vor Gericht stehen. . (3) Der Präsident des Europäischen Patentamts vertritt das Europäische Patentamt gerichtlich und aussergerichtlich.
Bemerkung
Hinsichtlich Absatz 3 wird zu prüfen sein, ob und in welchem Umfang die Befugnisse des Präsidenten in finanziellen Fragen einer Ermächtigung durch den Verwaltungsrat unterworfen werden sollen.
Artikel 33 Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen (1)
1. Fassung
Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in 2. Fassung
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird durch einstimmigen Beschluss des [Verwaltungsrats] bestimmt.
3. Fassung
Der Sitz des Europäischen Patentamts wird im Einvernehmen zwischen den Regierungen der Vertragstaaten bestimmt.
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COMITE DE COORDINATION EN MATIERE DE PROPRIEZE INDUSTRIELLE INSTITUE PAR LES ETATS MEMBRES ET LA COMMISSION DE LA COMMUNAUTE ECONOMIQUE EUROPEENNE
KOCRDINIERUNGSAUSSCHUSSAUF DEM GEBIET 'S GEWERBLICHEN RECHTSSCHUTZES EINJETZT VON DEN HITGLIEDSTAATEN UND JER KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN WIRT. SCHAFTSGEWEINSCHAFT
COMITATO DI COORDINAMENTO IN MATERIA DI PROPRIETA INDUSTRIALE ISTITUITO DAGLI ETATI MEMBRI E CALLA COMMISSIONE DELLA COMUNITZ ECONOMICA EUROPEA
COORDINATIE-COMITE OP MET GEBIED VAN DE INDUSTRIELE EIGENDOM INGESTELO DOOR DE LID-STATEN EN DE COMMISSIE VAN DE EUROPESE ECONOMISCHE GEMEENSCHAP
Textes allemand et français Deutscher und französischer Text
AVANT-PROJET DE CONVENTION
relatif à un droit européen des brevets élaboré par le groupe de travail «brevets*
VORENTWURF EINES ABKOMMENS über ein europäisches Patentrecht ausgearbeitet von der Arbeitsgruppe "Patente"
SCHEMA DI CONVENZIONE sul diritto europeo dei brevetti predisposto dal Gruppo di lavoro «brevetti*
VOORONTWERP VERDRAG
betreffende een Europees octrooirecht opgesteld door de werkgroep «octrooien*
1962
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zu den Zweigstellen des Patentants delegiert wurden, soweit es im Interesse der Patentanmelder oder der Patentanwälte nicht wünschenswert erscheine, alle Beschwerden beim Patentamt zentral zusammenzufassen, wenn die Prüfungen bei den einzelnen Zweigstellen durchgeführt wurden. Eine andere Lösung könnte darin bestehen, nicht ortsgebundene Mitglieder der Beschwerdekammer vorzusehen. Die Wahl zwischen diesen Lösungen könnte jedoch von den Erfordernissen abhängen, die sich später in der Praxis ergäben.
Die Gruppe hat die Vorschläge der britischen Delegation noch nicht erörtert. Es wurde vereinbart, dass diese Delegation zu gegebener Zeit ein Arbeitsdokument übermittelt, in dem sie ihre Anschauungen näher darlegt. Artikel 33 wird unter Berücksichtigung der Beratungen der Gruppe über die genannten Vorschläge gegebenenfalls erneut erörtert werden.
Artikel 34 - Sprachen
56. In bezug auf Absatz 2 sollte durch geeignete Bestimmungen dafür Sorge getragen werden, dass die Uebersetzung einer Anmeldung, die in einer anderen Sprache als den drei Sprachen des Patentamts eingereicht wird, dem Inhalt der Anmeldung selbst genau entspricht. 57. Absatz 4 a könnte erneut erörtert werden, um zu überprüfen, ob nicht vorgesehen werden sollte, dass die Patentanmeldungen selbst in die Sprachen der Vertragsstaaten übersetzt werden, für die ein Schutz beantragt wird. 58. In bezug auf Absatz 5 vgl. Bemerkung in Dokument BR/6/69. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Bemerkung auf den zweiten Satz von Artikel 34 Absatz 5 des EFIA-Entwurfs Bezug nimmt. Es müsste jedoch sichergestellt werden, dass in
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Prüfungsaufgaben entsprechend den Amtssprachen zu unterteilen, in denen die Anmeldungen eingereicht wurden. So könnten die in Englisch abgefassten Anmelüungen in Grossbritannien in einer Zweigstelle des Europäischen Patentamts, die jedoch vom britischen Patentamt unabhängig wäre, geprüft werden. Die Anmeldungen in deutscher Sprache könnten in einer Zweigstelle mit Sitz beispielsweise in München und die in französischer Sprache in einer Zweigstelle geprüft werden, deren Sitz noch zu bestimmen wäre. Die Prüfung der Anmeldung dürfte nämlich - mehr noch als die Arbeit bei der Neuheitsrecherche - ein Vertrauensverhältnis zwischen Anmelder und Prüfer sowie seitens des Prüfers sehr umfassende Kenntnisse der Sprache voraussetzen, in der die Anmeldung abgefasst ist. Wahrscheinlich wäre es aber sehr schwierig, an einem einzigen Ort eine genügende Anzahl von Prüfern einzustellen, die diesen Anforderungen entsprächen, da die Prüfer wahrscheinlich nicht bereit wären, im Ausland ein Beschäftigungsverhältnis von hinreichender Dauer einzugehen.
Die britische Delegation räumte zwar ein, dass unterschiedliche Verfahrensweisen bei den Zweigstellen des Patentamts vermieden werden sollten, meinte aber, dass sich dieses Problem, das Ubrigens auch bei einem einzigen Patentamt auftreten würde, durch geeignete Massnahmen lösen liesse: beispielsweise durch enge Kontakte zwischen den Früfern der verschiedenen Zweigstellen und dem Patentamt selbst, durch zentrale Weisungen des Patentamts, durch Aufsicht über die einzelnen Zweigstellen seitens des Patentamts und schliesslich durch Zusammenkünfte, die für die verschiedenen Prüfer ein und desselben Fachgebiets veranstaltet werden könnten.
Was die Beschwerden betrifft, so könnte zweckmässigerweise vorgesehen werden, dass Mitglieder der Beschwerdekammer
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Artikel 33 - Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen 54. Die Grumpe hat sich fur die erste Fassung des Vorentwurfs von 1965 entschieden, da sie es aus praktischen Grulnden für erforderlich hält, dass der Sitz des Patentamts spätestens zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Uebereinkommens festgelegt wird.
Was den Wortlaut des Absatzes 2 betrifft, so hat die Gruppe die im Vorentwurf von 1565 enthaltenen Worte "durch einstimmigen Beschluss" gestrichen; hinsichtlich der Einzelheiten für die Beschlussfassung des Verwaltungsrates wird auf die spateren Bestimmungen verwiesen, die fur den Verwaltungsrat gelten werden.
Nach Ansicht der Gruppe sollte ferner die in Absatz 2 genannte Möglichkeit, Informations- oder Verbindungsstellen zu schaffen, zweckmässigerweise auf die Vertragsstaaten beschränkt werden. In den Bestimmungen fur den Verwaltungsrat könnte jedoch vorgesehen werden, dass dieser gegebenenfalls mit Nichtvertragsstaaten Abkommen schliessen darf, soweit dies erforderlich ist.
Die Gruppe kam schliesslich uberein, den Absatz 3 des Vorentwurfs von 1965 zu streichen, da die in Absatz 2 enthaltene Formulierung "soweit erforderlich" ausreichend erscheint. 55. Die britische Delegation legte ihre Ansichten betreffend die Einrichtung von 2weigstellen des Europäischen Patentamts unabhängig von der Frage dar, wo das Europäische Patentamt selbst seinen Sitz haben werde. Diese Zweigstellen hatten nach ihrer Vorstellung nicht den Status von Infor-mations- oder Verbindungsstellen, sondern wären berechtigt, ebenso wie das Hauptpatentamt Entscheidungen zu treffen.
Sie bemerkte hierzu, dass sie es aus Grunden einer rationellen Arbeitsgestaltung fur zweckmässig halte, die
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REGIERUNGSKONFERENZ
Brüssel, den 31. Juli 1969 URBER DIE EINFUEHRUNG EINES BR/7/69 EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
BERICHT
Uber die Sitzung der Arbeitsgruppe I (Luxemburg, 8./11. Juli 1969) I.
1. Die von der Konferenz eingesetzte Arbeitsgruppe I hat von Dienstag, den 8., bis Freitag, den 11. Juli 1969, in Luxemburg ihre erste Arbeitssitzung abgehalten.
Entsprechend dem von der Gruppe in ihrer konstituierenden Sitzung in Brüssel am 21. Mai 1969 gefassten Beschluss wurden die Beratungen vom Präsidenten des Deutschen Patentamts, Herrn Dr. HAERTEL, geleitet.
Neben der Kommission der Europäischen Gemeinschaften waren folgende zwischenstaatliche Organisationen vertreten, die zur Teilnahme an den Beratungen der Gruppe eingeladen worden waren: die BIRPI, das Generalsekretariat des Europarates und das Internationale Patentinstitut (1). (1) Liste der Teilnehmer an der Sitzung der Arbeitsgruppe siehe Anlage.
BR/7 d/69 zat/AK/rc
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DRITTER TEIL
DAS EUROPÄISCHE PATENTAMT
KAPITEL I
Rechtsstellung und allgemeine Organisation Artikel 30 (früher Artikel 31) Rechtsstellung (1) Das Europäische Patentamt ist eine gemeinsame Einrichtung der Vertragsstaaten mit verwaltungsmäßiger und finanzieller Selbständigkeit. (2) Die Tätigkeit des Europäischen Patentamts wird vom Verwaltungsrat überwacht.
Artikel 31 (früher Artikel 31a)
Zuweisung von Aufgaben durch ein besonderes Übereinkommen
Dem Europäischen Patentamt können durch ein besonderes Übereinkommen im Sinne des Artikels 8 zusätzliche Aufgaben übertragen werden. Für die Durchführung dieser zusätzlichen Aufgaben können im Europäischen Patentamt besondere, den am besonderen Übereinkommen beteiligten Staaten gemeinsame Organe gebildet werden. die von einem engeren Ausschuß des Verwaltungsrats überwacht werden.
Artikel 32
Rechtsnatur (1) Das Europäische Patentamt besitzt Rechtspersönlichkeit. (2) Das Europäische Patentamt besitzt in jedem Vertragsstaat die weitestgehende Rechts- und Geschäftsfähigkeit. die juristischen Personen nach dessen Rechtsvorschriften zuerkannt ist; es kann insbesondere bewegliches und unbewegliches Vermögen erwerben und veräußern sowie vor Gericht stehen. (3) Der Präsident des Europäischen Patentamts vertritt das Europäische Patentamt gerichtlich und außergerichtlich.
Artikel 33
Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen (1) Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in (2) In den Vertragsstaaten und bei dem Internationa len Patentinstitut in Den Haag sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation. durch Beschluß des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
PART III
THE EUROPEAN PATENT OFFICE CHAPTER I Status and general organisation Article 30 (former Article 31) Legal status (1) The European Patent Office is an organisation common to the Contracting States and endowed with administrative and financial autonomy. (2) The activities of the European Patent Office shall be supervised by the Administrative Council.
Article 31 (former Article 31a)
Assignment of tasks by means of a special agreement The European Patent Office may be given additional tasks by a special agreement within the meaning of Article 8. Special organs common to the States entering into this agreement may be set up within the European Patent Office in order to carry out such additional tasks; such organs shall be subject to the supervision of a select committee of the Administrative Council.
Article 32
Legal character (1) The European Patent Office shall have legal personality. (2) In each of the Contracting States, the European Patent Office shall enjoy the most extensive legal capacity accorded to legal persons under the national law; it may, in particular, acquire or transfer movable and immovable property and may sue and be sued in its own name. (3) The President of the European Patent Office shall exercise the legal capacity of that Office.
Article 33
Location and Branches for information and liaison (1) The European Patent Office shall be located at . . . . (2) By decision of the Administrative Council, branches of the European Patent Office may be created if need be for the purpose of information and liaison, in the Contracting States or with the International Patent Institute at The Hague or other inter-governmental organisations in the field of industrial property, subject to the approval of the Contracting State or organisation concerned.
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REGIERUNGSKONFERENZ OBER DIE EINFOHRUNG EINES EUROPÄISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
INTER-GOVERNMENTAL CONFERENCE FOR THE SETTING UP OF A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS
CONFÉRENCE INTERGOUVERNEMENTALE POUR L'INSTITUTION D'UN SYSTEME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS
ERSTER VORENTWURF EINES ÜBEREINKOMMENS ÜBER EIN EUROPÄISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
FIRST PRELIMINARY DRAFT OF A CONVENTION ESTABLISHING A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS
PREMIER AVANT-PROJET DE CONVENTION INSTITUANT UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS
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53. Artikel 29: Ergänzende Anwendung des nationalen Rechts bei Rechtsgeschäften
Die Arbeitsgruppe ertrterte eine ihr vorliegende Aufzeichnung der niederländischen Delegation (Dok. PR/GT I/85/70), die sich vorbehielt, diese Frage der Gruppe erneut zur Prüfung vorzulegen. Für den Augenblick kam die Arbeitsgruppe uberein, die von ihr bereits angenommene Fassung (Dok. BR/48/70) nicht beizubehalten, sondern lediglich eine Bemerkung zu diesem Artikel zu machen, da diese Frage ohnehin den Sachverständigen der Justizministerien zur Prüfung vorgelegt werden muss. 54. Artikel 33: Sitz und Informations- oder Verbindungestellen
Es wird daran erinnert, dass sich die britische Delegation aufgrund ihrer Haltung in der Frage der Zweigstellen (Dok. BR / 49 / 70, Punkt 129) die Höglichkeit vorbehalten hat, später einen Aenderungsvorschlag zu dieser Vorschrift vorzulegen. 55. Artikel 34 Absatz 5: Sprachen
Vgl. zu dieser Frage Dok. BR/ /70. 56. Artikel 35: Vorrechte und Befreiungen
In Anbetracht der von der Arbeitsgruppe II angenommenen Vorschriften, nach denen die Vorrechte und Befreiungen auch fur die Mitglieder des Verwaltungsrats gelten, strich die Arbeitsgruppe die Bemerkung zu diesem Artikel. 57. Artikel 36: Leitung
Die Bemerkung wurde gestrichen (vgl. die Kapitel I a, I b und I c im Dokument BR/70/70).
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REGILRUNGSKONFERENZ GEBER DIE EINFUERRING EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Briissel, den 28. Februar 1971 BR / 87 / 71
BERICHT
- über die Sitzung der Arbsitsgruppe I in Luxemburg vom 30. Norenber bis 2. Dezember 1970 sowie über ihre Sitzung als Koadinierungsauschuss am 3. Dezember 70
Punkt 1 der Tagesordnung (1): Eröffinung der Sitzung und Genehmigung der vorläufigen "Bessordnung
1. Die Arbeitsgruppe hielt unter dem Vorsitz des Präsidenten des Deutschen Patentamts, Herrn Dr. Haertel, von Montag, den 30. November bis Mittwoch, den 2. Dezember 1970 in Luxemburg ihre sechste Arbeitssitzung ab.
An der Sitzung nahmen Vertreter der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, der WIPO-OEPI und des Internationalen Patentinstituts teil (2). Der Vertreter des Generalsekretariats des Europarats hatte sich entschuldigen lassen. ? 2. Der Redaktionsausschuss unter Leitung des Präsidenten des niederländischen Octrociraad, Herrn J.B. van Benthem, hielt seine Sitzungen jeweils im Anschluss an die Beratungen der Arbeitsgruppe ab. (1) Vorläufige Tagesordnung (Dok. BR/GT I/62/70) s. Anrage I. (2) Liste der Teilnehmer an der Sitzung s. Anlege II.
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Artikel b
Beauftragung des Verwaltungsrates mit Untersuchungen
Dem Verwaltungorat obliegt es: a) die Konferenzen Uber die Revision dieses Uebereinkommens vorzubereiten; b) die Anpassungen dieses Uebereinkommens vorzubereiten, die aufgrund des Beitritts dritter Staaten erforderlich werden.
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zu Artikel a
(3) Ausserdem ist es Aufgabe des Verwaltungsrates: A. Uber Antrage auf Beitritt zu diesem Uebereiricomen zu entscheiden, die von dritten Staaten gestellt werden; B. im Namen des Europäischen Patentamts folgende Abkommen zu schliessen und zu ändern: a) Abkommen mit dem Internationalen Patentinstitut, in dem die Zusammenarbeit zwischen diesem Institut und dem Patentamt im einzelnen geregelt wird; b) Abkommen mit dem im Vertrag Uber die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens vorgesehenen Internationalen Buro fur die Anwendung der Artikel 117 bis 123 dieses Uebereinkommens; c) Vereinbarungen nach Artikel 119 Absatz 2 mit den Vertragsstaaten des Zusammenarbeitsvertrags, die nicht Vertragsstaaten dieses Uebereinkommens sind; d) Abicmmen mit anderen zwischenstaatlichen Organisationon, die eine das Europäische Patentamt betreffende Tätigkeit ausuben; C. zu entscheiden, ob das Europäische Patentamt in dem in Artikel 119 Absatz 3 vorgesehenen Fall als Anmeldeant im Sinne des Kaputels I des Zusammenarbeitsvertrags tătig werden kann; D. in den Vertragsstaaten und bei dem Internationalen Patentinstitut sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gowerblichen Rechtschitzes vorbehaltlich éer Zustimmang des betreffenden Vertsagstaates oder der betreffenden Organisation Informationsund Verbindungsstellen zu schaffen.
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zu Artikel a
f) fur jeden Einzelfall den Fräsidenten des Europäischen Patentamts, dem der Prasident des Verwaltungsrates zu diesem Zweck eine schriftliche Mitteilung zu unterbreiten hat, zu ermächtigen, das Patentamt gerichtlich und aussergerichtlich zu vertreten bei:
- Klagen mit Ausnahme derjenigen, die reine Sicherungsmassnahmen betreffen, bei denen Dringlichkeit besteht oder die gegen das Patentamt gerichtet sind; - Rechtsgeschäften, die die Veräusserung von unbeweglichem Vermügen betreffen, und Rechtsgeschäften über die Veräusserung von beweglichem Vermügen, wenn deren Gegenstand den Gegenwert von 20 kg Feingold ubersteigt, sowie Rechtsgeschäften, die in diesen beiden Fallen Eigentumsrechte an derartigen Vermögenswerten berühren.
Bemerkrung:
Die Annahme des Buchstaben f hätte eine Aenderung des Artikels 32 Absatz 3 zur Folge, der durch folgende Worte ergänzt werden mulsste:"nach Massgabe des Artikels a Absatz 3 Buchstabe f".
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zu Artikel a
C. das Verfahren für den Antrag auf Prüfung gemäss Artikel 89 Absätze 1 bis 3 zu ändern.
Bemerkung:
Die Arbeitsgruppe schlägt vor, einen neuen Buchstaben D folgenden Wortlauts einzufügen, um der Bemerkung zu den Artikeln 54 und 55 zu entsprechen: "die in den Artikeln 54 und 55 vorgesehene Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen den Prüfungsstellen und den Prüfungsabteilungen zu ändern, um sie den sich aus der Praxis ergebenden Erfordernissen anzupassen". (2) Ferner obliegt es dem Verwaltungsrat: a) alle zweckmässigen Massnahmen zu treffen, um das reibungslose Funktionieren des Europäischen Patentamts sicherzustellen; b) jăhrlich den Haushaltsplan des Europäischen Patentamts - gegebenenfalls auch Aenderungshaushaltsplăne oder Zusatzhaushaltsplăne, die ihm der Prăsident des Patentamts unterbreitet - aufzustellen und die Ausführung zu kontrollieren; c) jăhrlich die Rechnungslegung und das Inventarverzeichnis sowie die Vermögensübersicht zu prufen und zu billigen; d) die jăhrlichen Tätigkeitsberichte des Präsidenten des Europäischen Patentamts zu billigen; e) die in Artikel 37 genannten hohen Beamten nach Massgabe dieses Artikels zu ernennen; ferner kann er auf Vorschlag des Präsidenten des Europäischen Patentamts, unter Einhaltung der Bestimmungen des Statuts, die auf sie Anwendung finden, gegenüber den in Artikel 37 Absatz 3 genannten Beamten Disziplinarmassnahmen ergreifen;
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TEIL III a
DER VERWALTUNGSRAT DES EUROPAEISCHEN PATENTAMTS
KAPITEL I
ZUSTAENDIGKEIT
Artikel a
Entscheidungsbefugnisse des Verwaltungsrates (1) Der ierwaltungsrat ist beirigt: A. die Ausführungsordnung dieses Uebereinkommens zu ändern; B. folgende Vorschriften festzulegen und zu ändern: a) die Verwaltungs- und Finanzordnung des Europäischen Patentamts; b) das Statut der Beamten sowie die Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten des Europäischen Patentamts, ihre Besoldung sowie die Art der zusätzlichen Vergütungen und die Verfahrensregeln für deren Gewährung; c) die Gebührenordnung; d) alle weiteren Regelungen, die für die Durchführung dieses Uebereinkommens notwendig sind;
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REG I ERUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brüssel, den 18. M3rrz 1970 BR / 33 / 70
YORENTWURF EINES UEBEREINKOMMENS UEBER EIN EUROPAEISCHES PAYENTERTEILUNGSVERFAHREN
Von der Arbeitsgruppe II erarbeitete Bee cimmungen betreffend den Verwaltungorat (4. - 6. M3rrz 1970)
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79. Artikel 138: Rechtliches Gehör
Die Annahme dieser neuen Vorschrift uber die Mitteilung der Grunde vor Erlass einer Entscheidung des Patentamtes erm3glichte es der Arbeitsgruppe, Artikel 78 Absatz 5, Artikel 96 Absatz 2, Artikel 105 Absatz 4 und Artikel 115 Absatz 5 zu streichen. 30. Artikel 139: Mundliche Vorhandlurig
Durch die Annahme dieser Vorschrift uber die mundliche Verhandlung vor dem Patentamt war es der Arbeitsgruppe möglich, die Artikel 84, 106 und 114 zu streichen. 81. Artikel 35 a Abpats 1. Buchstabe E: EntecheiGungsbefugnisse des Verwal bungsrates
Aufgrund eines fruheren Beschlusses ken die Arbeitsgruppe uberein, in diesem Artikel einen Buchstaben E vorzusehen, durch den der Verwaltungsrat ermächtigt wird, die im Uebereinkommen festgesetzten Fristen unabhängig von einer Revision gemäss Artikel 162 und vorbehaltlich Artikel 159 zu ändern. Die Gruppe behielt sich vor nachzuprufen, ob weitere im Uebereinkommen genannte Fristen vom vereinfachten Aenderungsverfahren nach Buchstabe E auszuschliessen sind. 2. Artikel 68 Buchstabe c: Zeitpunkt der Anreldung
Auf Antrag der schweizerischen Delegation kam die Arbeitsgruppe uberein, auf einer der nächsten Sitzungen eine Aufzeichnung zu prufen, in der diese Delegation darlegt, aus welcher Grinden sie es fur angebrach* häl: c̄ass in Buchstabe c nicht nur die Beschreibung und die Ansprüche, sondern auch die Zeichnungen aufgefuhrt werden.
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REGIIRUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUERRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brïssel, den 28. Februar 1971 BR / 87 / 71
BERICHT
- über die Sitzung der Arbsitegruppe I in Luxemburg vom 30. November bis 2. Dezember 1970 sowie über ihre Sitzung als Koadinierungsauschuss am 3. Dezember 70
Punkt 1 der Tagesordnung (1): Ersffnung der sitzung und Genehmigung der vorlăufigen tagesordnung
1. Die Arbeitsgruppe hielt unter dem Vorsitz des Präsidenten des Deutschen Patentamts, Herrn Dr. Haertel, von Montag, den 30. November bis Mittwoch, den 2. Dezember 1970 in Luxemburg ihre sechste Arbeitssitzung ab.
An der Sitzung nahmen Vertreter der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, der WIPO-OEPI und des Internationalen Patentinstituts teil (2). Der Vertreter des Generalsekretariats des Europarats hatte sich entschuldigen lassen. ? 2. Der Redaktionsausschuss unter Leitung des Präsidenten des niederländischen Octrociraad, Herrn J.B. van Benthem, hielt seine Sitzungen jeweils im Anschluss an die Beratungen der Arbeitsgruppe ab. (1) Vorläufige Tagesordnung (Dok. BR/GT I/62/70) s. Anlase I. (2) Liste der Teilnehmer an der Sitzung s. Anlage II.
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einzelnen Falle erteilen würde. In diesem Zusammenhang ist auf die Einschränkungen hingewiesen worden, die sich bereits aus dem vom Verwaltungsrat zu genehmigenden Haushaltsplan ergeben. Die Gruppe räumte zwar ein, dass es sich hierbei tatsächlich um Einschränkungen handele, aber diese Einschränkungen seien nicht in allen Fallen wirksam, in denen ihr eine besondere Ermächtigung des Präsidenten durch den Verwaltungsrat erwünscht erscheint. Infolgedessen wählte die Gruppe den in Absatz 2 Buchstabe f enthaltenen Wortlaut, dessen Annahme jedoch eine Aenderung des Artikels 32 Absatz 3 des Vorentwurfs eines Uebereinkommens zur Folge haben würde.
Die Gruppe kam uberein, gegebenenfalls die in Buchstabe f zweiter Gedankenstrich' vorgesehene Grenze von 20 kg Feingold unter Berücksichtigung der von der Arbeitsgruppe IV auszuarbeitenden Finanzbestimmungen des Uebereinkommens zu überprüfen. 16. In bezug auf Absatz 3 Abschnitt A kam die Gruppe uber· ein, dass diese Bestimmung gegebenenfalls uberprifft werden kann, wenn die Schlussbestimmungen des Uebereinkommens ausgearbeitet worden sind.
Ferner ist zu bemerken, dass dieser Absatz, in dem die "internationalen Aufgaben" des. Verwaltungsrates behandelt werden, in einen besonderen Artikel aufgenommen werden könnte.
Artikel b - Beauftragung des Verwaltungsrates mit Untersuchungen 17. Keine Bemerkungen.
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13. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob in Absatz 2 ausdrücklich die Befugnis des Rates, Rechnungsprufer zu ernennen, erwahnt werden muss. Vorbehaltlich der Finanzbestimmungen des Uebereinkommens, die von der Arbeitsgruppe IV ausgearbeitet werden, wäre es nach Insicht der Gruppe nicht unbedingt notwendig, in dem Wortlaut des Uebereinkommens selbst die Eir nennung von Rechnungsprüiern vorzusehen, da diese nämlich Gegenstand von Vorschriften der Finanzordnung sein künnte. 14. Was Abschnitt 2 Buchstabe e betrifft, so muss nach Ansicht der Gruppe - die davon ausgeht, dass Disziplinarmassnahmen gegenuber den Mitgliedern de: Beschwerdekammern und der Grossen Beschwerdekammer getroffen werden können präzisiert werden, dass bei diesen Massnahmen die Unabhăngigkeit der Mitglieder der genannten Kammern respektiert werden muss. Aus diesem Grunde wurde vorgesehen, dass solche Massnahmen nur unter Einhaltung der für diese Mitglieder geltenden Bestimmungen des Statuts getroffen werden dürfen. Im Statut müsste daher präzisiert werden, wolcke Garantien für die Mitglieder dieser Kammern bestehen.
Die Gruppe kam uberein, dass nicht ausdrücklich erwahnt werden sollte, dass der Rat Disziplinarmassnahmen gegenuber dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten des Fatentamtes ergreifen kann. 15. Was Absatz 2 Buchstabe f betrifft, so wies die Gruppe darauf hin, dass dem Präsidenten des Patentamtes durch Artikel 32 Absatz 3 des Vorentwurfs eines Uebereinkommens - in der von der Arbeitsgruppe I ausgearbeiteten und von der Konferenz angenommenen Fassung - die Befugnis übertragen wird, das Patentant gerichtlich und aussergerichtlich zu vertreten. Die Gruppe fragte sich, ob diese Befugnis des Präsidenten für wichtige Rechtsgeschäfte nicht von einer Ermächtigung abhängig sein sollte, die ihm der Rat in jedem
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Die Gruppe hat dagegen vorläufig - bis der endgültige Inhalt der Ausführungsordnung bekannt ist - eine Lösung gewählt, die nur in den Fällen Anwendung fände, in denen Einstimmigkeit erforderlich ist. Nach dieser Lösung wäre es jedem Vertragsstaat möglich, bei der Annahme des Beschlusses zu erklären, dass für dessen Inkrafttreten aufgrund der Verfassung des betreffenden Staates innerstaatliche Rechtsformalitäten zu erfullen sind; in diesem Fall würde der Beschluss erst in Kraft treten, wenn dieser Staat dem Verwaltungsrat die Erfüllung dieser Formalitäten notifiziert hat. Die Gruppe hat die hierfür gewählte Fassung in den Artikel m Absatz 2 augenommen. 12. Die Gruppe stellte sich die Frage, ob die in Absatz 1 Buchstabe b enthaltene Aufzählung der Beschlusse durch folgendes ergänzt werden müsste:
- den Stellenplan - den Personalbestand an Beamten und sonstigen Bediensteten - den Organisationsplan des Amtes.
Die genannte Bestimmung ist schliesslich aus folgenden Gründen nicht in diesem Sinne ergänzt wordeni
Was den Stellenplan betrifft, so wird nach Auffassung der Gruppe - sofern hierunter eine abstrakte Beschreibung der Aufgaben für jede einzelne Besoldungsgruppe verstanden wird in dem Statut der Beamten ein solcher Plan vorgesehen; sofern hierunter ein Organisationsplan des Amtes verstanden wird, so würde dieser Bestandteil der Bestimmungen der in Abschnitt B Buchstabe a vorgesehenen Verwaltungsordnung sein. Der Personalbestand an Beamten und sontigen Bediensteten muss schliesslich für jede Besoldungsgruppe im Haushaltsplan des Patentamtes vorgesehen werden, der gemäss Absatz 2 Buchstabe b vom Rat aufzustellen ist.
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gruppen. noch zu erarbeiten sind, auf das eigentliche UebereinKommen einerseits und die Lusfuhrungsordnung andererseits noch vollig offen ist, wie von der arbeitsgruppe I bereits bemerkt wurde. Die Gruppe hat folglich festgestellt, dass die Bestimmung betreffend die Befugnis des Verwaltungsrates, die Ausfuhrungsordnung zu ändern, spater entsprechend dem Inhalt der Ausfuhrungsordnung erneut gepruft werden kö̈nte. Da der Inhalt der Ausfuhrungsordnung derzeit noch nicht endgultig bekannt ist, sah sich die Gruppe vorerst nicht in cer Lage zu bestimmen, das der Verwaltungsrat seine Befugnis zur Aenderung der Ausfuhrungsordnung ausuben kann, ohne dass ein Vertragsstaat in bestimmten - allerdings begrenzten - Fallen gewisse Verfahren des innerstaatlichen Rechts (insbesondere Billigung Gurch das Parlament) durchfuuren muss, bevor er der betreffenden Asnderung endgultig zustimmen kann.
Die Gruppe hielt es in diesem Stadium der Arbeiten fur zweckmässig zu prufen, auf welche Art und Weise die Schwierigkeiten ausgeraumt werden könnten, die sich möglicherweise fur den Verwaltungsrat aufgrund der genannten Probleme ergeben. Sie befasste sich deshalb mit einem ersten Vorschlag, das Inkrafttreten der Beschlusse des Rates fur eine feste Frist aufzuschieben, wanrend der es einem Staat, fur den sich solche Probleme ergeben, möglich sein mulsste, die notwendigen Formalitaten zu erfullen. Die Gruppe hat diese Lösung nach einer eingehenden Prifing verworien Sie hielt es namlich fur schwierig, im voraus fur das Inkrafttreten aller künftigen Beschlusse des Rates eine feste Frist festzulegen, während es aus verwaltungstechnischen Erfordernissen des Patentamts geboten sein kann, dass solche Boscillusse sofort oder kurzfristig in Kraft treten.
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9. Es wurde schliesslich vereinbart, dass die Reihenfolge der Bestimmungen innerhalb des von der Gruppe geprüften Teils III a vorläufig ist; sie kann in einem späteren Stadium der Arbeiten uberpruft werden.
III
WICHTIGSTE BEMERZUNGEN ZU DEN EINZELNEN ARTIKELN BETREFFEND DEN VERWALTUNGSRAT
TEIL III a DES UEBEREINKOMMENS
Der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts
KAPITEL I
Artikel a - Entscheidungsbefugnisse des Verwaltungsrates
10. In Absatz 1 hat die Gruppe unter Buchstabe A vorgesehen, dass der Verwaltungsrat befugt ist, die Ausfuhrungsordnung des Uebereinkommens zu ändern. Sie war der Ansicht, dass es nicht Aufgabe des Verwaltungsrates sei, diese Ausführungsordnung anzunehmen, die vielmehr gleichzeitig mit dem Uebereinkommen selbst ausgearbeitet werden müsste. Die Gruppe ist deshalb davon ausgegangen, dass es Sache der Diplomatischen Konferenz ist, daruber zu befinden, wie diese Ausfuhrungsorúnung anzunehmen ist. 11. Die Gruppe hat ausserdem festgestellt, dass die Frage der Aufteilung der einzelnen Bestimmungen, die von der Arbeitsgruppe I ausgearbeitet wurden oder von den anderen Arbeits- B R / 34 d / 70 zat / AK / bm
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REGIERUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
BERICHT
Uber die Sitzung der Arbeitsgruppe II (Luxemburg, 4. - 6. M3rrz 1970)
I
1. Die Arbeitsgruppe II, die von der Konferenz auf der Tagung am 13./16. Januar 1970 eingesetzt worden war, hat von Mittwoch, den 4., bis Freitag, den 6. März 1970, in Luxemburg ihre erste Arbeitssitzung abgehalten.
Der Vorsitz wurde entsprechend dem Beschluss, den die Gruppe in ihrer konstituierenden Sitzung am 16. Januar 1970 in Luxemburg gefasst hatte, von dem Conseiller im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Herrn IABRY, (Frankreich) wahrgenommen.
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, die BIRPI und das Internationale Patentinstitut haben an der Sitzung als Beobachter teilgenommen. Der Vertreter des Generalsekretariats des Europarates, der ebenfalls eingeladen worden war, hatte sich entschuldigen lassen (1). (1) Siehe in Anlage II Liste der Teilnehmer an der Arbeitssitzung. In bezug auf Anlage I siehe Punkt 38 Seite 16.
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kann, dass dieser Staat zu einem bestimmten Zeitpunkt erklärt, er beabsichtige, die revidierte Fassung zu ratifizieren. 9. Die Gruppe hat vereinbart, die Untergruppe "iusführungsordnung" darauf aufmerksam zu machen, dass vorgesehen werden müsste, sowohl die in irtikel μ genannten Revisionen als auch die Stellung der Staaten zu der revidierten Fassung im imtsblatt des Europäischen Fatentamts zu veröffentlichen, um eine Unterrichtung der Oeffentlichkeit zu gewährleisten. Es wurde betont, dass diese Bemerkung auch für alle Fälle eines Beitritts zum Uebereinkommen bzw. einer Ründigung dieses Uebereinkommens sowie für die verschiedenen Erklärungen zum räumlichen inwendungsbereich gilt.
Artikel b - Vorbehalt der wohlerworbenen Rechte im Falle der Nichtratiflitation 10. Da der Grundsatz der wohlerworbenen Rechte in bezug auf die vor der Revision erteilten Patente keine Probleme aufwirft, hat die Gruppe den Fall der inmeldungen geprüft, die dem Europäischen Fatentamt zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der revidierten Fassung vorliegen. Sie war der insicht, dass auf jeder Revisionskonferenz darüber befunden werden müsste, wie bezüglich dieser inmeldungen gegenüber den Staaten zu verfahren ist, die die revidierte Fassung nicht angenommen haben. Da die auf der Revisionskonferenz ausgearbeiteten Vorschriften jedoch den Staaten, die den neuen Text nicht ratifizieren, nicht aufgezwungen werden können, weil diese Staaten - wie vorgesehen - vom neuen Rechtssystem ausgeschlossen wären, sollte im Uebereinkommen selbst geregelt werden, wie bei inmeldungen, in denen einer oder mehrere dieser Staaten benannt wären, bezüglich dieser Staaten vorzugehen ist.
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die innahme und für die Ratifizierung des revidierten Textes akzeptiert werden konnte; dieselbe Mehrheit ist auch für den Beschluss über den Beitritt gewählt worden (vgl. .rtikel b). 7. Die Gruppe ist übereingekommen, die in ibsatz 4 Buchstabe a vorgesehene Frist auf ein Jahr zu erhöhen. Das Inkrafttreten des revidierten Textes - nach iblauf dieser Frist - wäre nämlich der Zeitpunkt, von dem an die Staaten, die den revidierten Text nicht ratifiziert hätten, ihre Mitgliedschaft am Uebereinkommen verl8ren. Die Gruppe war der insicht, dass jedem Staat unter Berücksichtigung der erfordenlichen internen Verfahren genügend Zeit für die Entscheidung darüber belassen werden muss, co er den revidierten Text ratifizieren wolle, oder aber es vorzieht, von dem Zeitpunkt an, zu dem er die Gemissheit hat, dass die Revision aufgrund eine: atureichenden unzahl hinterlegter Ratifikationsurkunden i. . . .it tritt, vom Uebereinkommen ausgeschlossen zu werden. 8. Die Gruppe konnte aufgrund dieser Ueberlegungen vorsehen, dass für die Staaten, die die revidierte Fassung nicht ratifiziert haben oder dem Uebereinkommen in dieser Fassung nicht beigetreten sind, die Mitgliedschaft am Uebereinkommen mit Inkrafttreten der revidierten Fassung endet (ibsatz 4 Buchstabe b). Eine Delegation hatte angeregt vorzusehen, dass bei jedem ienderungsvorschlag darüber abgestimmt werden sollte, ob in diesem Fall eine etwaige ablehnung, die revidierte Fassung zu ratifizieren, ein Erl8schen der Mitgliedschaft an Uebereinkommen zur Folge hat. Es wurde die insicht vertreten; dass dieses Verfahren zu kompliziert und mit kaum annehmbaren Konsequenzen verbunden ist, weil es dazu führen würde, dass entweder zwei unterschiedliche Uebereinkommenstexte inwendung fänden oder dass Staaten ein neues Rechtssystem aufgezwungen würde, das aie nicht akzeptiert hätten.
Im gleichen Zusammenhang wurde festgestellt, dass die Frist, nach deren iblauf die Mitgliedschaft eines Stantes am Uebereinkommen enden würde, nicht dadurch uuterbrochen werden BR / 53 d / 70 ert/MS/ef
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WICHTIGSTE BEMERKUNGEN ZU DEN SCHLUSS- UND PROTOKOLLBESTIMMUNGEN
Teil IV a des Uebereinkommens
Schluss- und Protokollbestimmungen
Artikel a - Revision
5. Der Gruppe ging es vor allem darum zu vermeiden, dass in dem Fall, in dem sich nicht alle Staaten mit einer Revision einverstanden erklären, zwei verschiedene Texte gleichzeitig gelten. Die von der Gruppe gewählte Lösung sieht vor, dass für die Staaten, die den revidierten Text nicht ratifiziert haben, die Mitgliedschaft am Uebereinkommen endet. Damit jedoch die sich daraus ergebendon Folgen möglichst weitgehend begrenzt werden, hat die Gruppe eine Reihe von ienderungen (vgl. Nrn. 6, 7 und 8) angenommen. 6. Die Gruppe war bestrebt, eine allzu häufige Revision auszuschliessen, da das Inkrafttreten eines revidierten Textes schwerwiegende Konsequenzen für die Staaten hat, denen es beim Inkrafttreten der Revision nicht möglich gewesen ist, das revidierte Uebereinkommen zu ratifizieren oder diesem beizutreten. Die Gruppe hat sich daher gegen den Grundsatz einer in regelmässigen Abständen einzuberufenden Revisionskonferenz ausgesprochen und es für besser erachtet, die Entscheidung darüber, ob die Einberufung einer solchen Konferenz zweckmässig ist, dem Verwaltungsrat zu überlassen. Die Gruppe erzielte auch ein Einvernehmen darüber, dass die für die Beschlussfähigkeit einer etwaigen Revisionskonferenz erforderliche Teilnehmerzahl recht hoch angesetzt werden müsse, so dass im Vergleich zum ursprünglichen Vorschlag des Vorsitzenden eine Herabsetzung der erforderlichen Mehrheiten für
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-S e k r e t a r i a t,-
BERICHT
über die Sitzung der Arbeitsgruppe II (Luxemburg, 1./4. September 1970 - 2. Sitzung)
I
1. Die Arbeitsgruppe II hat von Dienstag, den 1., bis Freitag, den 4. September 1970, in Luxemburg unter dem Vorsitz von Herrn LABRY, Conseiller im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (Frankreich), ihre zweite Arbeitssitzung abgehalten.
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften und das Internationale Patentinstitut haben an der Sitzung als Beobachter teilgenommen (1). 2. Die Gruppe weist darauf hin, dass die von ihr angenommenen Fassungen vorläufigen Charakter haben.
Angesichts des Zeitplans für die Sitzungen der anderen Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse die Gruppe zu einer Ueberprufung verschiedener Bestimmungen hätten veranlassen können, insbesondere der bereits fruher angenommenen Bestimmungen (1) Siehe in der Anlage der Liste der Teilnehmer an der Sitzung.
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15. Die Gruppe stellte schliesslich fest, dass es kaum möglich ist, eine Lösung zu finden, durch welche die drei unter den Ziffern i, ii und iii dargelegten Erfordernisse völlig aiteinander in Einklass gebracht wercen. Sie war der insicht, dass es unter diesen Umständen vielleicht von geringerem Nachteil wäre, eine Lösung anzunehmen, die für das Fatentamt in der Praxis zwar mit Schwierigkeiten verbunden wäre, bei der aber sowohl die erworbenen Rechte der .nmelder als auch die Interessen der Steaten gewahrt würden, welche die revicierte Fassung nicht ratifiziert baben. Sie sprach sich deshalb für die ursprüngliche Lösung aus (1). Die Gruppe hielt sich jedoch nicht für befugt, des .usmass der Schwierigkeiten, die sich in der Praxis aus dieser Lösung für die Tätigkeit des Patentants ergeben würden, selbst zu beurteilen, weil hierfür tatsächlich eher die Arbeitsgruppe I zuständig ist. Aus diesem Grunde wurde vereinbart, diese Lösung nur anzunehmen, um sie der Arbeitsgrupo I vorzulegen, und diese Gruppe zu fragen, ob die genannte Lösung mit dem reibungslosen Funktionieren des Patentsamts vereinbar ist.
-rtikel c - Unterzeichnung - Ratifikation
16. Mit dieser Bestimmung wollte die Gruppe das Recht, das Uebereinkommen zu unterzeichnen, auf die Staaten beschränken, die an der Regierungskonferenz teilnehmen. (17 Länder) oder denen die Möglichkeit der Teilnahme geboten worden ist (Malta und Monaco).
Was den späteren Beitritt anderer europäischer Staaten anbelangt, vgl. .rtikel d .bsatz 2.
-rtikel d - Beitritt
17. Die Gruppe betonte, dass es den Staaten, die dem Uebereinkommen bereits zu dem Zeitpunkt hätten beitreten können, zu den es zur Unterzeichrung aufgelegt wurde, auf deren Wunsch möglich sein muss, autcmatsisch beizutreton, ohne dass auf sie (1) unter Punkt 12 dargelegt
BR/53 d/70 zat/HS/cf
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würden, doch würden durch diese Lösung die Rechte des Anmelders verletzt, der daran intessiert sein könnte, das Prüfungsverfahren hinauszuschieben, was ihm das Uebereinkommen gestatte. Eine Delegation unters trich die Nachteile eines Verfahrens, nach dem der Einreicher zur Weiterleitung seiner Anmeldung selbst dann gezwungen wäre, wenn die Aenderung der Uebereinkommensbestimmungen seine Anmeldung nur geringfügig berühre. 14. Die Gruppe prüfte ferner einen Vorschlag der französischen Delegation. Das vorgeschlagene Verfahren betrifft alle anhängigen Anmeldungen, und es wirí dabei nicht zwischen den Anmeldungen, in denen sin oder mehrere Staaten benannt sind, die nicht ratifiziert haben, und den übrigen Anmeldungen unterschieden. Die Anmeldungen müssten grundsätzlich auf der Grundlage der früheren Vorschriften bearbeitet werden, sofern die Art der Aenderungen des Uebereinkommens das wohlerworbene Recht des Anmelderes, gegebenenfalls ein europäisches Patent zu erhalten, nicht verletzen. In bezug auf die Anmeldungen, in denen Staaten benannt sind, die nicht ratifiziert haben, bleibt es dem Anmelder freigestellt, die Weiterleitung an die nationalen Stellen zu verlangen, falls er nicht wünscht, dass das Europäische Patentamt seine Anmeldung weiter bearbeitet.
Gegenüber diesem Vorschlag machte die Gruppe ihren grundsätzlichen Standpunkt geltend, wonach nicht schon jetzt bindende Regeln für die Revisionskonferenz aufgestellt werden durften, und es genüge, Vorschriften für Anmeldungen, in denen Staaten benannt sind, die die revidierte Fassung nicht ratifiziert haben, in bezug auf diese Staaten vorzusehen. Eine Delegation wies im übrigen darauf hin, dass dieser Vorschlag die wohlerworbenen Rechte des Anmelders betreffe, und dass uber den Inhalt dieser Rechte noch kein Einvernehmen bestehe; ausserdem sei es uberflüssig, dem Anmelder die Wahl freizustellen, weil die betreffenden Rechte durch die beiden ersten Bestandteile des Vorschlags der französischen Delegation hinlängiich geschützt seien.
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13. Die Gruppe suchte sodann nach einer Lösung, bei der sich diese Schwierigkeiten nicht ergeben würden; die dänische Delegation machte in diesem Sinne mehrere Vorschläge:
- Bei dem ersten dieser Vorschläge wird zwischen zwei Fällen unterschieden: Sieht die revidierte Fassung vor, dass für die anhängigen unmeldungen die früheren Vorschriften gelten, so bearbeitet das Europäische Patentamt nach denselben Vorschriften auch die inmeldungen, die einen Staat betreffen, der nicht ratifiziert hat. Im anderen Fall würden die inmeldungen in bezug auf diesen Staat an dessen zustänćige nationale Stelle geleitet. - Einem zweiten Vorschlag zufolge würden die betreffenden inmeldungen vom Europäischen Patentamt bearbeitet, es sei denn, dass die Staaten, die nicht ratifiziert haben, verlangen, dass die inmeldung - soweit es sie botrifft - ihren nationalen Stellen zugeleitet wird. - Der Dritte Vorschlag sieht schliesslich vor, dass die betreffenden inmeldungen vom Patentamt nur dann nach den früheren Vorschriften bearbeitet werden, wenn der Einreicher binnen zwei Monaten nach Inkrafttreten der ienderung die Prüfung der inmeldung verlangt. Andernfalls würde die inmeldung automatisch den nationalen Stellen zugeleitet.
Gegenüber diesen Verfahrensweisen wurde hauptsächlich der Einwand erhoben, dass die Belange des inmelders nicht hinlänglich berücksichtigt würden. Die Gruppe meinte, nach der dritten Lösung wäre es zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass der inmelder des Verfahren für die Bearbeitung der inmeldung wählen kann, ohne dass hierdurch allzu nachhaltige Schwierigkeiten für das Europäische Patentamt verursacht
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Einige Delegationen waren jedoch der insicht, für diese Staaten könnten Patente während einiger Zeit weiterhin auf der Grundlage des Uebereinkommens, dem sie angehörten, erteilt werden, ohne dass hierdurch ihre Rechte angetastet würden. iii) Die Gruppe war sich dariber im klaren, dass den beiden ersten Erfordernissen nur genügt werden kann, wenn sichergestellt wird, dass der bisher geltende Text für eine begrenzte Zeit weiterhin in Kraft bleibt. Sie stellte fest, dass das Nebeneinanderbestehen von zwei Rechtssystemen ja nach der ixt oder der Tragweite der Revisionen für das Europäische Patentamt bei der Durchführung der Bestimmungen Schwierigkeiten verursachen könnte und dass diese Schwierigkeiten möglichst weitgehend vermieden werden sollten. 12. Nach der ersten Lösung, die der Gruppe unterbreitet wurde, würden die bei Inkrefttreten der revidierten Fassung anhängigen inmeldungen vom Europäischen Patentamt auf der Grundlage der Vorschriften bearbeitet, die vor Inkrafttreten der revidierten Fassung gegolten haben. Diese Bestimmung würde bei Patentanmeldungen, in denen Staaten benannt sind, die die neue Fassung nicht ratifiziert haben, nur in bezug auf diese Staaten Anwendung finden. Durch dieses Verfahren würden die beiden ersten, nämlich die unter den Ziffern 1 und ii genannten Erfordernisse miteinander in Einklang gebracht, die Interessen des Europäischen Patentamts aber nicht berücksichtigt; das Patentamt müsste dann nämlich während eines Zeitreums, der. je nach der Lösung, die im Uebereinkommen für die aufgeschobene Prüfung vorgesehen wird, 7 Jahre betragen könnte, zwei verschiedene Rechtssysteme anwenden. Darüberhinaus müssten die inmeldungen, in denen gleichzeitig Staaten, die die revidierte Fassung akzeptiert haben, und andere Staaten genannt sind, voneinander getrennt und nach unterschiedlichen Vorschriften bearbeitet werden. Eine: Delegation, deren nationales Recht das Prüfungsverfahren für Patente vorsieht, hat nachdrücklich auf die praktischen Schwierigkeiten dieser Lösung hingewiesen.
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11. Bei der Prüfung der Fragen betreffend solche inmeldungen hat sich gezeigt, dass drei in gewissem Masse unvereinbare Erfordernisse miteinander in Einklang zu bringen sind: i) Schutz der wohlerworbenen Rechte der inmelder, ii) Beachtung des Willens der Staaten, die die revidierte Fassung nicht ratifiziert haben, iii) Vermeidung von Schwierigkeiten für das Funktionieren des Europäischen Patentants. i) Die Gruppe hat festgestellt, dass ein inmelder gewisse Rechte besitzt, die geschutzt werden mussten, und zwar ungeachtet der Jenderungen, die später an dem Uebereinkommen, nach dessen Vorschriften er seine inmeldung eingereicht hat, etwa vorgenommen werden. Die Gruppe konnte sich jedoch nicht über die art der vom inmelder erworbenen Rechte einigen, da diese je nach den einzelnen nationalen Rechtssystemen sehr unterschiedlich sind. Nach Ansicht einiger Delegationen könne ein inmelder beanspruchen, dass seine inmeldung nach dem zum Zeitpunkt der Einreichung geltenden System bearbeitet wird. Eine andere Delegation meinte hingegen, ein inmelder habe nur das Recht zu verlangen, dass ihm ein Patent nach den zum Zeitpunkt der Erteilung geltenden Vorschriften erteilt werde. Nach ansicht der Gruppe ist es daher für die ibfassung dieser Bestimmung nicht unbedingt erforderlich, diesen Begrifif des wohlerworbenen Rechts näher zu bestimmen. ii) Die Gruppe gelangte zu dem Schluss, dass eira Lösung, die den Willen der Staaten in keiner Weise berücksichtigt und also dazu führen würde, dass ihnen ein Rechtssystem aufgezwungen wird, dem sie sich nicht angeschlossen haben; undenkbar ist.
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kann, dass dieser Staat zu einem bestimmten Zeitpunkt erklärt, er beabsichtige, die revidierte Fassung zu ratifizieren. 9. Die Gruppe hat vereinbart, die Untergruppe "Ausführungsordnung" darauf aufmerksam zu machen, dass vorgesehen werden müsste, sowohl die in Artikel 402 genannten Revisionen als auch die Stellung der Staaten zu der revidierten Fassung im Amtsblatt des Europäischen Patentamts zu veröffentlichen, um eine Unterrichtung der Oeffentlichkeit zu gewährleisten. Es wurde betont, dass diese Bemerkung auch für alle Fälle eines Beitritts zum Uebereinkommen bzw. einer Ründigung dieses Uebereinkommens sowie für die verschiedenen Erklärungen zum räumlichen Anwendungsbereich gilt.
Artikel b - Vorbehalt der wohlerworbenen Rechte im Falle der Nichtratiflitation 10. Da der Grundsatz der wohlerworbenen Rechte in bezug auf die vor der Revision erteilten Patente keine Probleme aufwirft, hat die Gruppe den Fall der inneldungen geprüft, die dem Europäischen Patentamt zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der revidierten Fassung vorliegen. Sie war der insicht, dass auf jeder Revisionskonferenz darüber befunden werden müsste, wie bezüglich dieser inmeldungen gegenüber den Staaten zu verfahren ist, die die revidierte Fassung nicht angenommen haben. Da die auf der Revisionskonferenz ausgearbeiteten Vorschriften jedoch den Staaten, die den neuen Text nicht ratifizieren, nicht aufgezwungen werden können, weil diese Staaten - wie vorgesehen - vom neuen Rechtssystem ausgeschlossen wären, sollte im Uebereinkommen selbst geregelt werden, wie bei inmeldungen, in denen einer oder mehrere dieser Staaten benannt wären, bezüglich dieser Staaten vorzugehen ist.
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- Sekretariat -
BERICHT
über die Sitzung der Arbeitsgruppe II (Luxemburg, 1./4. September 1970 - 2. Sitzung)
I 1. Die Arbeitsgruppe II hat von Dienstag, den 1., bis Freitag, den 4. September 1970, in Luxemburg unter dem Vorsitz von Herrn LABRY, Conseiller im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (Frankreich), ihre zweite Arbeitssitzung abgehalten.
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften und das Internationale Patentinstitut haben an der Sitzung als Beobachter teilgenommen (1). 2. Die Gruppe weist darauf hin, dass die von ihr angenommenen Fassungen vorläufigen Charakter haben.
Angesichts des Zeitplans für die Sitzungen der anderen Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse die Gruppe zu einer Ueberprüfung verschiedener Bestimmungen hätten veranlassen können, insbesondere der bereits früher angenommenen Bestimmungen (1) Siehe in der Anlage der Liste der Teilnehmer an der Sitzung.
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DRITTER TEIL
DAS EUROPÄISCHE PATENTAMT KAPITEL 1
Rechtsstellung und allgemeine Organisation
Artikel 30 Rechtsstellung (1) Das Europäische Patentamt ist eine gemeinsame Einrichtung der Vertragsstaaten mit verwaltungsmäBiger und finanzieller Selbständigkeit. (2) Die Tätigkeit des Europäischen Patentamts wird vom Verwaltungsrat überwacht.
Artikel 31
Zuweisung von Aufgaben durch ein besonderes Übereinkommen
Dem Europäischen Patentamt können durch ein besonderes Übereinkommen im Sinne des Artikels 8 zusätzliche Aufgaben übertragen werden. Für die Durchführung dieser zusätzlichen Aufgaben können im Europäischen Patentamt besondere, den am besonderen Übereinkommen beteiligten Staaten gemeinsame Organe gebildet werden, die von einem engeren Ausschuß des Verwaltungsrats überwacht werden.
Artikel 32
Rechtsnatur
(1) Das Europäische Patentamt besitzt Rechtspersönlichkeit. (2) Das Europäische Patentamt besitzt in jedem Vertragsstaat die weitestgehende Rechts- und Geschäftsfähigkeit, die juristischen Personen nach dessen Rechtsvorschriften zuerkannt ist; es kann insbesondere bewegliches und unbewegliches Vermögen erwerben und veräußern sowie vor Gericht stehen. (3) Der Präsident des Europäischen Patentamts vertritt das Europäische Patentamt gerichtlich und außergerichtlich.
Artikel 33
Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen (1) Das Europäische Patentamt hat seinen Sitz in . . . (2) In den Vertragsstaaten und bei dem Internationalen Patentinstitut in Den Haag sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluß des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
PART III
THE EUROPEAN PATENT OFFICE
CHAPTER 1
Status and general organisation
Article 30
Legal status (1) The European Patent Office is an organisation common to the Contracting States and endowed with administrative and financial autonomy. (2) The activities of the European Patent Office shall be supervised by the Administrative Council.
Article 31
Assignment of tasks by means of a special agreement The European Patent Office may be given additional tasks by a special agreement within the meaning of Article 8. Special organs common to the States entering into this agreement may be set up within the European Patent Office in order to carry out such additional tasks; such organs shall be subject to the supervision of a select Committee of the Administrative Council.
Article 32
Legal character (1) The European Patent Office shall have legal personality. (2) In each of the Contracting States, the European Patent Office shall enjoy the most extensive legal capacity accorded to legal persons under the national law; it may, in particular, acquire or transfer movable and immovable property and may sue and be sued in its own name. (3) The President of the European Patent Office shall exercise the legal capacity of that Office.
Article 33
Location and Branches for information and liaison (1) The European Patent Office shall be located at . . . (2) By decision of the Administrative Council, branches of the European Patent Office may be created if need be for the purpose of information and liaison, in the Contracting States or with the International Patent Institute at The Hague or other inter-governmental organisations in the field of industrial property, subject to the approval of the Contracting State or organisation concerned.
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ZWEITER VORENTWURF EINES ÜBEREINKOMMENS ÜBER EIN EUROPÄISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
SECOND PRELIMINARY DRAFT OF A CONVENTION ESTABLISHING A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS
SECOND AVANT-PROJET DE CONVENTION INSTITUANT UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS
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ZWEITER VORENTWURF EINES ÜBEREINKOMMENS ÜBER EIN EUROPÄISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
ERSTER VORENTWURF EINER AUSFÜHRUNGSORDNUNG ZUM ÜBEREINKOMMEN ÜBER EIN EUROPÄISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
und
ERSTER VORENTWURF EINER GEBÜHRENORDNUNG
SECOND PRELIMINARY DRAFT OF A CONVENTION ESTABLISHING A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS
with FIRST PRELIMINARY DRAFT OF THE IMPLEMENTING REGULATIONS TO THE CONVENTION ESTABLISHING A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS and FIRST PRELIMINARY DRAFT OF THE RULES RELATING TO FEES
SECOND AVANT-PROJET DE CONVENTION INSTITUANT UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS
ainsi que
PREMIER AVANT-PROJET DE RÈGLEMENT D'EXÉCUTION DE LA CONVENTION INSTITUANT UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS et PREMIER AVANT-PROJET DE RÈGLEMENT RELATIF AUX TAXES
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Eine Organisation (PICPI) schlug als Alternative eine Lösung vor, nach der in den Vertragsstaaten, in denen für Verbesserungen, Weiterentwicklungen oder Ergänzungen eines früheren einzelstaatlichen Patents Zusatzpatente erteilt werden könnten, ein europäisches Patent für derartige Verbesserungen in den betreffenden Staaten als Zusatzpatent registriert werden könnte, das den einschlägigen Rechtsvorschriften dieser Staaten unterliege. 37. Drei Organisationen haben sich für eine Lösung ausgesprochen, nach der Zusatzpatente während der gesamten Laufzeit des Hauptpatents erteilt werden können (AIPPI, EIRMA, IFIA).
Artikel 33 - Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen 38. IHK sprach sich dafür aus, dass bei der Entscheidung über den Sitz des Europäischen Patentamts eine möglichst wirtschaftliche Arbeitsweise des Amts der wesentlichste Gesichtspunkt sein sollte.
Artikel 34 - Sprachen und Nummer 1 zu Artikel 34 - Rechtliche Bedeutung und Frist für die Einreichung der Uebersetzung der Anmeldung 39. Nach Auffassung von CIPE und PEMIPI stellten die in der Ausführungsordnung enthaltenen Bestimmungen über die Amtssprachen bei den mündlichen Verfahren eine Benachteiligung der Parteien dar, deren Sprache in Artikel 34 Absatz 1 nicht vorgesehen ist; eine Möglichkeit, dieser Situation abzuhelfen, würde darin bestehen, das Amt mit den Kosten für die mündliche Uebersetzung zu belasten.
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REGIERUNGSKONFERENZ
Brüssel, den 15. Marz 1972 UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
BERICHT Uber die 5. Tagung der Regierungskonferenz Uber die Einfuhrung eines europäischen Patenterteilungsverfahrens
2. Teil
Sanhörung der nichtstaatlichen internationalen Organisationen zum zweiten Vorentwurf eines Uebereinkommens Uber ein europäisches Patenterteilungsverfahren (Duxemburg, 26. Januar - 1. Februar 1972)
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wonech die Zweigstellen, die der Verwaltungsrat moglicherweise einrichten wird, nur Informations- oder Verbindungszwecken dienen. Dieser Vorschleg wurde von den ubrigen Delegationen nicht unterstutzt.
Artikel 160 b - Ernennung hoher Beamter wahrend einer Uebergangszeit 128. Bei den Erbrterungen uber den Beginn der Tatigkeit des Europaischen Patentamts bemerkte die britische Delegation, es sei wenig wahrscheinlich, dass die Mitglieder der Beschwerdekammern und der Grossen Beschwerdekammer in den ersten Jahren der Tätigkeit des Europaischen Patentamts ganzzeitig beschäftigt wurden. Sie schlug daher vor, die Hơglichkeit vorzusehen, dass während einer Uebergangszeit ac-hoc Ernennungen vorgenommen werden; dies würde bedeuten, die Anwendung des Artikels 58 absätze 1 und 2 zeitweise auszusetzen.
Die Gruppe räumte ein, dass das zur Sprache gebrachte Problem besteht, und einige Delegationen erklären, dass sie der von der britischen Delegation vorgeschlagenen Lơsung positiv gegentuerstunden, die es im ubrigen gestatten wurde, sowohl technisch vorgebildete Beamte des Europaischen Patentamts als auch Mitglieder nationaler Gerichte zu ernennen. Andere Delegationen lehnten dagegen die Ernennung von Beamten des Europäischen Patentamts zu Mitgliedern der Beschwerdekammern oder zu Mitgliedern der Grossen Beschwerdekammer aus verfassungsrechtlichen Grunden (Unabhăngigkeit des Richters) und praktischen Grunden ab (die Zahl der technisch vorgebildeten Beamten reiche nicht aus, um Aufgaben der Prüfungsabteilung, der. Beschwerde- ^kammern und der Grossen Beschwerdekammer von jeweils anderen Beamten wahrnehmen zu lassen, was nach Artikel 135 erforderlich sei).
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- Eine Delegation stellte fest, dass es unter Umständen zwockmassiger wäre, dem Europäischen Patentamt nach gewisser Zeit selbst die Ausbildung seiner Beamten zu ubertragen, wie das bei den nationalen Patentamtern der Fall sei. Dies wurde jedoch zur Folge haben, dass die Ausbildungstätigkeit im Rahmen des CEIPI in Strassburg nur zeitweilig erfolgen wurde, was Probleme finanzieller Art aufwerfen kOnnte.
Alle Delegationen zeigten sich im ubrigen an den vom Vorsitzenden entwickelten Gedanken sehr interessiert. Dieser erklarte sich daraufhin damit einverstanden, eine Aufzeichnung auszuarbeiten, die er der Gruppe bis zum 1. Januar 1972 vorlegen wurde. Die französische Delegation erklarte sich damit einverstanden, innerhalb der gleichen Frist eine Aufzeichnung uber die derzeitige Tatigkeit des Strassburger CEIPI sowie deruber zu unterbreiten, inwieweit die franzUsisoke Regierung einen Ausbau des CEIPI - insbesondere unter Berücksichtigung seiner internationalen Aufgabe in Erwägung ziehen könnte. Auf dieser Grundlage sollte die Arbeit so gestaltet werden, dass es der Regierungskonferenz im Juni 1972 ermöglicht wird, eine Entscheidung uber die Grundzuge des Vorhabens zu treffen.
Artikel 33 - Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen 127. Im Zusammenhang mit den Erbrterungen des Artikels 88 a und der Frage des Beginns der Tatigkeit des Europaischen Patentamts prufte die Gruppe einen Vorschlag der britischen Delegation (Dok. BR/GT I/113/71), Artikel 33 Absatz 2 dahingehend zu andern, dass die Einschrankung beseitigt wird,
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REGIERUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brüssel, den 17. November 197.1 BR/135/71 Eeprbni1 d e s .+9 Sihung de Riboimprippe I =5 R / 134 / 27 × .29 . no ? (=Aueir Verentuerf wir uler einturamm....] wir
BERICHT
Uber die 9. Tagung der Arbeitsgruppe I rom 12. bis 22. Oktober 1971 in Luxemburg
1. Die arbeitsgruppe I hat unter dem Vorsitz des Präsidenten des Deutschen Patentamts, Herrn Dr. HAERTEL rom 12. bis zum 22. Oktober 1971 in Luxemburg ihre 9. Tagung abgehalten.
An der Tagung nahmen Vertreter des IIB und der OMPI als Beobachter teil. Die Vertreter der Kommission der Europäischen Gemeinschaften und des Europarats hatten sich entschuldigen lassen. Das Teilnehmerverzeichnis der 9. Tagung ist in der Anlage I enthalten. 2. Die Arboitsgruppe I genehmigte die vorläufige Tagesordnung in der Fassung des Dokumerts BR GT/1/120/71. Dieses Dokument ist in der Anlage II enthalten. 3. Der Redaktionsausschuss der Arbeitsgruppe I, tagte zunächst unter dem Vorsitz des Präsidenten des niedorländischen Octrooiraad, Herrn van BENTHEM, und nach dessen Abreise unter dem Yorsitz von Horrn LABRY, Botschaftsrat im französischen Aussenminicterium.
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Artikel 35b Beauftragung des Verwaltungsrats mit Untersuchungen
Fem Verwaltungsrat obliegt es, a) die Konferenzen über die Revision dieses Uebereinkommens vorzubereiten; b) die Anpassungen dieses Uebereinkommens vorzubereiten, die aufgrund des Beitritts dritter Staaten erforderlich werden.
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zu Artikel 35a
c) Vereinbarungen nach Artikel 119 Absatz 2 mit den Vertragsstaaten des Zusammenarbeitsvertrags, die nicht Vertragsstaaten dieses Uebereinkommens sind; d) Abkommen mit anderen zwischenstaatlichen Organisationen, die eine das Europäische Patentamt betreffende Tätigkeit ausüben; C. zu entscheiden, ob das Europäische Patentamt in dem in Artikel 119 Absatz 3 vorgesehenen Fall als Anmeldeamt im Sinne des Kapitels I des Zusammenarbeitsvertrags tätig werden kann; D. in den Vertragsstaaten und bei dem Internationalen Patentinstitut in Den Haag sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation Informations- oder Verbindungsstellen zu schaffen.
1. Bemerkung zu Artikel 35a Absatz 1 Buchstabe E:
Es ist noch zu prüfen, ob auch für andere Fristen eine Ausnahme wie in Buchstabe E Satz 2 zu machen ist. 2. Bemerkung zu Artikel 35a Absatz 2 Buchstabe f:
Die Annahme des Buchstaben f hätte eine Aenderung des Artikels 32 Absatz 3 zur Folge, der durch folgende Worte ergänzt werden müsste: "nach Massgabe des Artikels 35a Absatz 2 Buchstabe f".
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(2) Ferner obliegt es dem Verwaltungsrat: a) alle zweckmässigen Massnahmen zu treffen, um das reibungslose Funktionieren des Europäischen Patentamts sicherzustellen; b) jährlich den Haushaltsplan des Europäischen Patentamts - gegebenenfalls auch Aenderungshaushaltspläne oder Zusatzhaushaltspläne, die ihm der Präsident des Patentamts unterbreitet - festzustellen und die Ausführung zu kontrollieren; c) jährlich die Rechnungslegung und das Inventarverzeichnis sowie die Vermögensübersicht zu prüfen und zu billigen; d) die jăhrlichen Tätigkeitsberichte des Präsidenten des Europäischen Patentamts zu billigen; e) die in Artikel 37 genannten hohen Beamten nach Massgabe dieses Artikels zu ernennen; ferner kann er auf Vorschlag des Präsidenten des Europäischen Patentamts unter Einhaltung der Bestimmungen des Statuts, die auf sie anzuwenden sind, gegentuber den in Artikel 37 Absatz 3 genannten Beamten Disziplinarmassnahmen ergreifen; f) für jeden Einzelfall den Präsidenten des Europäischen Patentamts, dem der Präsident des Verwaltungsrats zu diesem Zweck eine schriftliche Mitteilung zu unterbreiten hat, zu ermächtigen, das Patentamt gerichtlich und aussergerichtlich zu vertreten bei:
- Hlagen mit Ausnahme derjenigen, die reine Sicherungsmassnahmen betreffen, bei denen Dringlichkeit besteht oder die gegen das Patentamt gerichtet sind; - Rechtsgeschäften, die die Veräusserung von unbeweglichem Vermögen betreffen, und Rechtsgeschäften über die Veräusserung von beweglichem Vermögen, wenn deren Gegenstand den Gegenwert von 20 kg Feingold übersteigt, sowie Rechtsgeschäften, die in diesen beiden Fällen Eigentumsrechte an derartigen Vermögenswerten berühren. (3) Ausserdem ist es Aufgabe des Verwaltungsrats: A. über Anträge auf Beitritt zu diesem Uebereinkommen zu entscheiden, die von dritten Staaten gestellt werden; B. im Namen des Europäischen Patentamts folgende Abkommen zu schliessen und zu ändern: a) Abkommen mit dem Internationalen Patentinstitut in Den Haag, in dem die Zusammenarbeit zwischen diesem Institut und dem Patentamt im einzelnen geregelt wird; b) Abkommen mit dem im Vertrag uber die Internationale "usammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens vorgesehenen Internationalen Büro für die Anwendung der Artikel 117 bis 123 dieses Uebereinkommens;
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KAPITEL Ia
(1)
Zuständigkeit des Verwaltungsrats
Artikel 35a Entscheidungsbefugnisse des Verwaltungsrats (1) Der Verwaltungsrat ist befugt: A. die Ausführungsordnung zu diesem Uebereinkommen zu ändern; 3. folgende Vorschriften festzulegen und zu ändern: a) die Verwaltungs- und Finanzordnung des Europäischen Patentamts; b) das Statut der Beamten sowie die Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten des Europäischen Patentamts, ihre Besoldung sowie die Art der zusätzlichen Vergütungen und die Verfahrensregeln für deren Gewährung; c) die Gebührenordnung; d) alle weiteren Regelungen, die für die Durchführung dieses Uebereinkommens notwendig sind; C. die in Artikel 159 vorgesehenen Beschlüsse zu fassen; D. die in den Artikeln 54 und 55 vorgesehene Aufteilung der Zu ständigkeiten zwischen den Prüfungsstellen und den Prüfungsabteilungen zu ändern, um sie den sich aus der Praxis ergebenden Erfordernissen anzupassen; 2. die in diesem Uebereinkommen festgesetzten Fristen unabhängig von einer Revision gemäss Artikel 162 zu ändern. Dies gilt, vorbehaltlich Artikel 159, nicht für die in Artikel 88 Absatz 2 vorgesehene Frist. (1) Die Kapitel Ia, Ib und Ic müssen später mit den übrigen Bestimmungen des Uebereinkommens abgestimmt werden. Diese drei Kapitel sind erst vorläufig eingeordnet.
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REGIERUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brüssel, den 15. Februar 1971 B R / 88 / 71
ERSTER VORENTWURF EINES UEBEREINKOMMENS
UEBER
EIN EUROPAEISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
- Stand vom 29. Januar 1971 -
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Damit hat die Konferenz der Tatsache Rechnung getragen, das ein Kollegialorgan wie der Verwaltungsrat, der im Ubrigen nur in gewissen Zeitabständen zusammentritt, kaum in der. Lage sein durfte, selbst diese Abkommen zu schliessen. 103. Im ubrigen hat die Konferenz die Absktze 1, 2 und 3 durch weitere Befugnisse des Verwaltungsrats ergänzt, die von der Arbeitsgruppe II bei der Ausarbeitung des Artikels 35 a noch nicht hatten berticksichtigt werden können. Den so ergänzten Artikel 35 a hat die Konferenz, um die Uebersicht zu erleichtern, in drei verschiedene Artikel aufgeteilt (Artikel 35aa, 35 ab und 35 ac - Dok. ER/118/71, Seiten 3 bis 6).
Artikel 35 b (Beauftragung des Verwaltungsrats mit Untersuchungen) 104. - Diesen Artikel hat die Konferenz gestrichen. Die Befugnis, Revisionskonferenzen vorzubereiten, ist zusammen mit der Befugnis, diese Konferenzen einzuberufen, im vorhergehenden Artikel geregelt worden. Die Befugnis, Anpassungen des Uebereinkommens vorzubereiten, die aufgrund des Beitritts dritter Staaten erforderlich werden sollten, brauchte nach Auffassung der Konferenz nicht ausdrücklich vorgesehen zu werden. Sollte sich die Notwendigkeit derartiger Anpassungen herausstellen, so musste dafür, ebenso wie für andere Aenderungen, eine Revisionskonferenz einberufen werden.
Artikel 35 c (Vertretung der Vertragsstaaten) 105. Die Konferenz hat festgestellt, dass nur die Staatsivortreter Mitglieder des Verwaltungsrats sind, und hat dem Absatz 1 eine entsprechende Fassung gegeben. Die Vertrete:
BR/125 d/7.1 bm
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verantwortlich sei, dass er in gewissen Fallen nicht ohne Z1:stimmung des Verwaltungsrats handele (siehe Punkt 97). Die Konferenz hat daher den Buchstaben f gestrichen.
101. Die österreichische Delegation hat vorgeschlagen, in Absatz 2 in einem neuen Buchstaben g vorzusehen, dass es dem Verwaltungsrat obliegt, auf Verlangen eines Mitgliedstaats der Präsidenten des Europäischen Patentamts zur Berichterstattung aufzufordern. Die Konferenz hat diesem Antrag nicht stattgegeben, weil sich die Befugnis des Verwaltungsrats, den Präsidenten zur Berichterstattung aufzufordern, bereits aus seinem allgemeinen Aufsichtsrecht ergibt. Eine Verpflichtung des Verwaltungsrats aber, dem Antrag eines einzigen Vertragsstaats stattzugeben, schien der Konferenz nicht zweckmässig. 102. Zu absatz 3 Buchstabe B hat die Konferenz festgestellt, dass sich fur das Europäische Patentamt die Notwendigkeit zum Abschluss anderer als der in dieser Bestimmung aufgezählten Abkommen ergeben kann. Sie hat daher diese Aufzählurg durch eine allgemein gefasste Bestimmung ersetzt. Die Konferenz hat ferner auf Antrag der niederländischen Delegation, der sich die österreichische Delegation angeschlossen hat, die Aufgaben des Verwaltungsrats und des Präsidenten des Europäischen Patentamts beim Abschluss von Abkommen mit Staaten oder internationlen Organisationen in der Weise geregelt, dass die eigentlichen Verhandlungen und auch der Abschluss der Abkommen dem Präsidenten obliegen, der jedoch die Zustimmung des Verwaltungsrats fur die Eröffnung der Verhandlungen und fur den Abschluss der Abkommen einholen muss.
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für das Innenverhältnis zwischen Präsident und Verwaltung von Bedeutung sein. Das bedeutet, dass Handlungen, die der Präsident ohne die erforderliche Zustimmung vornimmt, nicht wegen des Fehlens dieser Zustimmung ungültig sind, dass sie aber die Verantwortung des Präsidenten gegenüber dem Verwaltungrat begründen (siehe auch Punkt 100).
98. Dem Vorschlag der britischen Delegation, dem Verwaltungsrat in Absatz 1 Buchstabe E auch die Befugnis zur Änderung der in Artikel 88 Absatz 2 festgelegten Frist zu geben, hat sich die Konferenz nicht angeschlossen. Ihrer Auffassung nach stellt diese Frist einen so wesentlichen Bestandteil des Systems der verschiedenen Prüfung dar, dass eine Änderung - ab: sehen vom Fall des Artikels 159 - nur im Wege der Revision des Übereinkommens möglich sein sollte.
99. In Absatz 2 hat die Konferenz, um eine klare Unterscheidung der Aufgaben des Verwaltungsrats (Ueberwachung der Tätigkeit des Europäischen. Patentamts) und des Präsidenten des Patentamts (Leitung des Amtes) zu erreichen, den bisherigen Buchstaben a gestrichen.
100. Zu Absatz 2 Buchstabe f bestand Einigkeit darüber, dass der Verwaltungsrat zwar die Befugnis haben müsse, die Fälle zu bestimmen, in denen der Präsident des Europäischen Patentamts Rechtsgeschäfte nur nach vorheriger Zustimmung des Verwaltungsrats vornehmen soll. Doch war die Konferenz der Auffassung, dass es nicht erforderlich sei, die Vertretungsbefugnis des Präsidenten mit Wirkung gegenüber Dritten zu beschränken. Der erstrebte Zweck werde ebenso gut dadurch erreicht, dass der Präsident dem Verwaltungsrat gegenüber dem
ER/125 d/71 bm
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KAPITEL I a
Zuständigkeit des Verwaltungsrats
Artikel 35 a (Entscheidungsbefugnis des Verwaltungsrats) 96. Zu Absatz 1 Buchstabe A hat die Konferenz festgestellt, dass diese Bestimming nur die Befugnis des Verwaltungsrats zur Aenderung der Ausführungsordnung vorsieht, während die Annehme der Ausfuhrungsordnung der diplomatischen Konferenz obliegt. Sie hat es daher fur zweckmässig gehalten, in einer Schlussbestimmung vorzusehen, dass die Ausfuhrungsordnung Bestandteil des Uebereinkommens ist (siehe Punkt 127 unter Artikel 161 a - Dok. BR/121/71, Seite 5). 97. In Absatz 1 Buchstabe B hat die Konferenz unter Buchstabe a die Befugnis des Verwaltungsrats, eine Verwaltungsordnung zu erlassen, gestrichen, weil die erforderlichen Verwaltungsregeln entweder in der Ausfuhrungsorduung enthalten sind oder vom Präsidenten des Europäischen Patentamts, im Rahmen seiner Aufgabe das Patentant zu leiten, erlassen werden können, wobei er vom Verwaltungsrat uberwacht wird.
Die in Buchstabe d vorgesehene Befugnis, sonstige Vorschriften zu erlassen, die fur die Durchfuhrung des Uebereinkommens erforderlich sind, gestattet es nach Auffassung der Konferenz dem Verwaltungsrat, festzulegen, in welchen Fallen der Präsident des Europäischen Patentants zur gerichtlichen und aussergerichtlichen Vertretung des Patentamts intern der Zustimmung des Verwaltungsrats bedarf. Das Zustimmungserfordernis soll jedoch nicht die Vertretungsmacht des Präsidenten nach aussen beschrênken, sondern nur
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BEGIERUNGSTONFERFIIZ UEBER DIE EINFUERRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brüssel, den 7. Juli 1971 B R / 125 / 71 +0 d d d 1(1-4 · 6)
BERICHT
uber die 4. Tagung der Regierungskonferenz uber die Einfuhrung eines europäischen Patenterteilungsverfahrens (Luxemburg, 20./28. April 1971)
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Artikel 7 (33)
Sitz und Informations- oder Verbindungsstellen (1) Die Organisation hat ihren Sitz in ......... , das auch Sitz des Europäischen Patentamts ist. (2) In den Vertragsstaaten und bei dem Internationalen Patenlinstitut in Den Haag sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluss des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
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REGIERUNGSKONFERENZ
Brüssel, den 25. Mai 1972 UEBER DIE EINFUEHRUNG BR/190/72 EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
ENTWURF EINES UEBEREINKOMMENS UEBER EIN EUROPAEISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN (Stand vom 20. Mai 1972)
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181. Die Konferenz kam ferner uberein, vorzusehen, dass die Ratifikationsurkunden zum Uebereinkommen bei der Regierung der Bundesrepublik Deutschland hinterlegt werden. Die Artikel 161 bis 164, 170, 173 und 174 des Uebereinkommens wurden entsprechend diesem Beschluss ergänzt. E. EMPFEHLUNG DER REGIERUNGSKONFERENZ AN DIE DIPLOMATISCHE KONFERENZ UEBER DIE AUFNAHME DER VORDEREITUNGSARBEITEN IM HINBLICK AUF DIE EROEFFHUNG DES EUROPAEISCHEN PATENTANTS (Punkt 8 der Tagesordnung) 182. Die Konferenz prüfte den vom Koordinierungsausschuss unterbreiteten Entwurf einer Empfehlung (Dokument BR / 204 / 72 ).
Die Konferenz nahm die Empfehlung vorbehaltlich der nachstehenden Bemerkungen und einiger redaktioneller Aenderungen an. 183. In bezug auf Punkt 2 erklärte sich die Konferenz damit einverstanden, dass auch die Vorbereitung der im Protokoll über die Zentralisierung vorgesehenen besonderen Verträge dem Interim-Ausschuss übertragen wird. Die Konferenz hatte hierbei einerseits in Abschnitt IV des genannten Protokolls vorgesehene Verträge und andererseits die Aufgabe im Auge, die Eingliederung des IIB in das Patentamt vorzubereiten, für die die Vertreter des IIB in der Arbeitsunterlage Nr. 29 einen Vorschlag unterbreitet hatten.
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177. Die Konferenz stimmte dem in Dokument BR/213/72 enthaltenen Vorschlag einstimmig zu, wobe sich eine Dolegation der Stimme enthielt. 178. Herr Dr. HAERTEL dankte im Namen der deutschen Delegation fur den einstimmigen Beschluss der Konferenz zugunsten Munchens. Er versicherte, dass die Regierung der Bundesrepublik Deutschland alles tun werde, um das ihr entgagengebrachte Vertrauen zu wurdigen, damit das Europäische Patentamt 1976 seine Tätigkeit aufnehmen konne und seine Aufgaben unter gunstigen Voraussetzungen erfullen konne.
Da die Entscheidung nunmehr getroffen sei, clure er im Namen seiner Regierung ferner erklären, dass diese die Delegationen im Jahr 1973 zu einer Diplomatischen Konferenz in M1nchen einladen werde. 179. Die niederländische Delegation dankte der Konferenz ebenfalls fur ihren Beschluss und das Vertrauen, das sie damit der niederländischen Regierung entgegengebracht habe. Sie denkte besonders der britischen und der luxemburgischen Delegation. 180. Gemäss dem Vorschlag des Koordinierungsausschusses wathlte die Konferenz eine unterschiedliche Terminologie fur die "Zweigstelle" von Den Haag und die "Informationsstellen". Es wurden dementsprechend eine Reihe redaktioneller Aenderungen vorgenomnen.
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- Dckument BR/213/72, das von der deutschen und von der niederlandischen Delegation vorgelegt worden war.
174. Wairend der Beratungen der Konferenz uber diesen Punkt fuhrte Herr SAVIGNON den Vorsitz. 175. Die luxemburgische Delegation erimerte daran, dass ihre Regierung stets fur die Aufnahme der europäischen Institutionen in Luxemburg gewesen sei. In diesem zusarzenhang wolle sie auch auf Artikel 3 des Beschlusses der Mitgliedstaaten der Europaischen Gemeinschaften uber die vorlaufige Unterbringung bestimmter Orgarie und Dienststellen der Geieinschaften hinweisen. Auf dieser Grundlage habe die luxemburgische Regierung ihrerseits ein Aide-mémoire an die an der Konferenz teilnehmenden Staaten gerichtet. Sie habe jedoch im Laufe der arboiten ihren Standpunkt uberdacht und schliesslich daren Abstand genommen, der Konferenz offiziell die Bewerbung der Stadt Luxemburg fur den Sitz des Europäischen Patentants zu unterbreiten. Die luxemburgische Delegation behalte sich die Mnglichkeit vor, eine solche Beworbung doch noch zu unterbreiten, falls man sich nicht eue einen anderen Ort einigen. könnte. 176. Der Präsident erinnerte daran, dass die Regierung der Niederlande eine Beworbung fur Den Haag vorgelegt habe und dass die niederländische Delegation zusammen mit der deutschen Delegation einen geneinsamen Vorschlag unterbreitet habe (Dok. ER/213/72). Falls dieser Vorschlag nicht angenommen werde, so werde die niederländische Delegation die Bewerbung fur ren Haag erneut einreichen. Er schlage daher vor, dass sich die Konferenz zunichst zu diesem Vorschlag aussere.
BR/219 d/72 ork/MD/cs
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Die französische Delegation bemerkte, dass es bei den Absätzen 2 bis 4 wohl durchaus darum gehe, zwischen der Qualität der europäischen Recherche und der Qualität der internationalen Recherche ein ausgewogenes Verhältnis herzustellen. Es gehe jedoch um ein ständiges Ziel, und diese Qualität könne sich mit der Zeit ändern. Sie sei zwar bereit, sich dem Vorschlag des Präsidenten anzuschliessen, wolle aber auch darauf hinweisen, dass der Fall nicht ausser acht gelassen werden durfte, in dem eine internationale Behörde, die einen qualitativ einwandfreien Recherchenbericht erstellt, die europäischen Recherchenberichte nicht ausreichend berücksichtigt. Sie bitte deshalb darum, dass diese letztgenannte Möglichkeit bei einer etwaigen Auslegung nicht ausgeschlossen werde.
Der Präsident stellte fest, dass es im vorerwähnten Fall tatsächlich möglich sein müsste, die Absätze 2 bis 4 anzuwenden.
Die Konferenz erklärte sich schließlich damit einverstanden, dass das wesentliche Ziel der Absätze 2 bis 4 darin bestehe, eine gleichwertige Qualität zwischen der europäischen und der internationalen Recherche sicherzustellen. Sie erklärte sich ferner mit dem Wortlaut von Artikel 154 einverstanden, so dass die eckigen Klammern in den Absätzen 2 bis 4 gestrichen werden können.
c) Artikel 7 des Entwurfs eines Uebereinkommens
Der Konferenz lagen folgende Vorschläge vor:
- Dokument BR/195/72 und Arbeitsunterlage Nr. 2, die von der britischen Delegation vorgelegt worden waren;
BR/219 d/72 ork/MP/cs
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Brutsel, den 26. September 1922 BR/219/72
BERICHT
uber die 6. Tagung der Regierungskonferenz uber die Binfuhrung eines europaischen Patenterteilungsverfahrens (Luxemburg, 19. bis 30. Juni 1972)
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VII. Artikel 7 des Uebereinkommensentwurfs 39. Der Ausschuss stellte fest, dass es nicht ihm obliege, zu den Bewerbungen um den Sitz der Organisation Stellung zu nehmen. Er beschränkte sich auf einen Gedankenaustausch uber die Frage, nach welchem Verfahren die Konferenz in dieser Frage zu entscheiden hätte.
Der Ausschuss einigte sich darauf, der Kcnferenz vorzuschlagen; zuerst den Vorschlag der deutschen und der niøderländischen Delegation (Dok. BR/213/72) zu behandeln; die niederländische Delegation hatte nämlich mitgeteilt, dass sie je nachdem, wie in dieser Frage entschieden werde, ihre Bewerbung um den Sitz des Europäischen Patentants in Den Harg zurulckziehen oder aufrechterhalten wurde. Falls der in dem genannten Dokument enthaltene Vorschlag von der Konferenz angenommen werde, brauche uber die ubrigen Bewerbungen nicht mehr abgestimmt zu werden. 40. Der Ausschuss einigte sich ferner darauf, der Konferenz vorzuschlagen, die Entscheidung uber den Sitz erst nach Stellungnahme zu dem Protokoll uber die Zentralisierung des europäischen Patentsystems und seine Einfuhrung sowie zu Artikel 154 zu treffen. 41. Der Ausschuss war sich in bezug auf den in Dokument BR / 213 / 72 enthaltenen Vorschlag darin einig, dass die Dienststellen, die nach Absatz 3 des genannten Dokuments zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen wurden, zum Europäischen Patentamt gehören. Auch sollte der Redaktionsausschuss terminologisch zwischen der Stelle nach Absatz 2 und den Dienststellen nach Absatz 3 unterscheiden.
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REGIERUNGSKONFERENZ UEBER DIE EINFUEHRUNG EINES EUROPAEISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- Sekretariat -
Brüssel, den 26. September 1972 BR / 218 / 72
B E R I C H T
uber die 3. Sitzung des Koordinierungsausschusses (Luxemburg - 23., 24. und 27. Juni 1972)
1. Wahrend der 6. Tagung der Regierungskonferenz trat der Koordinierungsausschuss unter dem Vorsitz von Herrn Dr.K.HAERTEL mehrmals zusammen, um die Beratungen der Konferenz Uber die ihr von verschiedenen Delegationen unterbreiteten Vorschläge vorzubereiten.
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(2) Die Organisation besitzt in jedem Vertragsstaat die weitestgehende Rechts- und Geschäftsfähigkeit, die juristischen Personen nach dessen Rechtsvorschriften zuerkannt ist; sie kann insbesondere bewegliches und unbewegliches Vermögen erwerben und veräußern sowie vor Gericht stehen. (3) Der Präsident des Europäischen Patentamts vertritt die Organisation gerichtlich und außergerichtlich.
Artikel 6
Sitz (1) Die Organisation hat ihren Sitz in München. (2) Das Europäische Patentamt wird in München errichtet. Es hat eine Zweigstelle in Den Haag, der die Eingangs- und Formalprüfung sowie die Veröffentlichung der europäischen Patentanmeldungen obliegt.
Artikel 7
Dienststellen des Europäischen Patentamts In den Vertragsstaaten und bei dem Internationalen Patentinstitut in Den Haag sowie bei anderen zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluß des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
Artikel 8
Vorrechte und Befreiungen Die Organisation, die Mitglieder des Verwaltungsrats, die Bediensteten des Europäischen Patentamts und die sonstigen Personen, die in dem diesem Übereinkommen angefügten Protokoll über die Vorrechte und Befreiungen der Europäischen Patentorganisation bezeichnet sind und an der Arbeit der Organisation teilnehmen, genießen in den Hoheitsgebieten der Vertragsstaaten die zur Durchführung ihrer Aufgaben erforderlichen Vorrechte und Befreiungen nach Maßgabe dieses Protokolls.
Artikel 9
Haftung (1) Die vertragliche Haftung der Organisation bestimmt sich nach dem Recht, das auf den betreffenden Vertrag anzuwenden ist. (2) In each of the Contracting States, the Organisation shall enjoy the most extensive legal capacity accorded to legal persons under the national law; it may, in particular, acquire or transfer movable and immovable property and may sue and be sued in its own name. (3) The President of the European Patent Office shall exercise the legal capacity of the Organisation.
Article 6
Seat (1) The Organisation shall have its seat at Munich. (2) The European Patent Office shall be set up at Munich. It shall have a branch at The Hague which shall be responsible for the examination on filing, the examination as to formal requirements and the publication of the European patent application.
Article 7
Sub-offices of the European Patent Office By decision of the Administrative Council, sub-offices of the European Patent Office may be created if need be for the purpose of information and liaison, in the Contracting States and with the International Patent Institute at The Hague or other inter-governmental organisations in the field of industrial property, subject to the approval of the Contracting State or organisation concerned.
Article 8
Privileges and immunities
The Protocol on Privileges and Immunities of the European Patent Organisation annexed to this Convention, shall define the conditions under which the Organisation, the members of the Administrative Council, the employees of the European Patent Office and such other persons specified in that Protocol as take part in the work of the Organisation, shall enjoy, in the territory of each Contracting State, the privileges and immunities necessary for the performance of their duties.
Article 9
Liability (1) The contractual liability of the Organisation shall be governed by the law applicable to the relevant contract.
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ENTWURF EINES ÜBEREINKOMMENS
ÜBER EIN EUROPÄISCHES PATENTERTEILUNGSVERFAHREN
DRAFT CONVENTION
ESTABLISHING A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS
PROJET DE CONVENTION
INSTITUANT UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS
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MÜNCHNER DIPLOMATISCHE KONFERENZ
ÜBER DIE EINFÜHRUNG EINES EUROPÄISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS 1973
(München, 10. September bis 6. Oktober 1973)
MUNICH DIPLOMATIC CONFERENCE
FOR THE SETTING UP OF A EUROPEAN SYSTEM FOR THE GRANT OF PATENTS, 1973 (Munich, 10 September to 6 October 1973)
CONFERENCE DIPLOMATIQUE DE MUNICH
POUR L'INSTITUTION D'UN SYSTÈME EUROPÉEN DE DÉLIVRANCE DE BREVETS (1973) (Munich, 10 septembre - 6 octobre 1973)
VORBEREITENDE DOKUMENTE
ausgearbeitet von der Regierungskonferenz über die Einführung eines europäischen Patenterteilungsverfahrens herausgegeben von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland
PREPARATORY DOCUMENTS
drawn up by the Inter-Governmental Conference for the setting up of a European System for the Grant of Patents and published by the Government of the Federal Republic of Germany
DOCUMENTS PRÉPARATOIRES
élaborés par la Conférence intergouvernementale pour l'institution d'un système européen de délivrance de brevets et publiés par le Gouvernement de la République fédérale d'Allemagne
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EINGLIEDERUNG DES IIB ALS GENERALDIREKTION RECHERCHE IN DAS EUROPAEISCHE PATENTAMT
VORSCHLAEGE ZUR AENDERUNG DES UEBEREINKOMMENS UND DER AUSFUEHRUNGSORDNUNG
Die französische Delegation hat aus den im Dokument N/26 vom 9. Mai 1973 (Nr. 9 bis 12) dargelegten Gründen bereits früher vorgeschlagen, dass die Konferenz die Anpassungen des Uebereinkommens und der Ausführungsordnung vornimmt, "die zur Eingliederung des IIB in das Europäische Patentamt erforderlich sind".
Die französische Delegation schlägt hiermit die Aenderungen vor, die ihres Erachtens bei Annahme dieses Vorschlags erforderlich wären.
UEBEREINKOMMEN
ARTIKEL 6 - Sitz (1) unverändert (2) Das Europäische Patentamt wird in München errichtet. Es hat eine Zweigstelle in Den Haag; diese Zweigstelle umfasst die Eingangsstelle und die Recherchenabteilungen. (Anmerkung: Mit dieser Fassung wird der an anderer Stelle gemachte Vorschlag der französischen Delegation in der Frage der Eingangsstelle berücksichtigt.)
ARTIKEL 7 - Dienststellen des Europäischen Patentamts In den Vertragsstaaten und bei (....) zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluss des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informationsoder Verbindungszwecken geschaffen werden.
ARTIKEL 15 - Organe im Verfahren Im Europäischen Patentamt werden für die Durchführung der in diesem Uebereinkommen vorgeschriebenen Verfahren gebildet: a) eine Eingangsstelle; aa) Recherchenabteilungen; b) bis e) unverändert
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MUNCHNER DIPLOMATISCHE KONFERENZ
ÜBER DIE EINFÜHRUNG EINES EUROPÄISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- 1973 -
München, den 11. September 1973 M/59/I/II Original: Franz8sisch
KONFERENZDOKUMENT
Vorgelegt von der französischen Delegation
Betrifft: Eingliederung des IIB als Generaldirektion Recherche in das Europäische Patentamt
Vorschlage zur Aenderung des Uebereinkommens und der Ausführungsordnung
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Artikel 7
Dienststellen des Europäischen Patentamts
In den Vertragsstaaten und bei zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluss des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
M/130/II/R 6
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MUNCHNER DIPLOMATISCHE KONFERENZ
UBER DIE EINFUHRUNG EINES EUROPAISCHEN PATENTERTEILUNGSVERPAHRENS
- 1973 -
Müncher, den 24. September 1973 M/ 130/II/R 6 Original: Deutsc:/Englisc/h/Fransösisc:
VON REDAKTIONSAUSSCHUSS DES HAUPTAUSSCHUSSES II IN DEN SITZUNGEN VON 22. UND 24. SEPTEMBER 1973 AUSGEARBEITETE TEXTE
| Artikel des Uebereinkommens: | Artikel | 1 |
|---|---|---|
| 4 | ||
| 6 | ||
| 9 | ||
| 15 | ||
| 16 | ||
| 16a | ||
| 16a | ||
| 19 | ||
| 21 | ||
| 22 | ||
| 26 | ||
| 31 | ||
| 33 | ||
| 166 | ||
| 176 | ||
| Regeln der Ausfiuhrungsordnung: | Regel | 9 |
| 12 | ||
| Protokoll über die Vorrechte und Immunitäten der europlischen Patentorganisation | ||
| Protokoll uiber die Zentralisierung des europlischen Patenteystems und seine Einfuhrung |
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Artikel 7
Dienststellen des Europäischen Patentamts
In den Vertragsstaaten und bei zwischenstaatlichen Organisationen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes können, soweit erforderlich und vorbehaltlich der Zustimmung des betreffenden Vertragsstaats oder der betreffenden Organisation, durch Beschluss des Verwaltungsrats Dienststellen des Europäischen Patentamts zu Informations- oder Verbindungszwecken geschaffen werden.
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MÜNCHNER DIPLOMATISCHE KONFERENZ
ÜBER DIE EINFÜHRUNG EINES EUROPÄISCHEN PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
- 1973 -
München, den 30. September 1973 M / 146 / R 1 Original: Deutsch/Englisch/Französisch
KONFERENZDOKUMENT
Vorgelegt vom Allgemeinen Redaktionsausschuss Betrifft : Uebereinkommen : Artikel 1 bis 26
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19. Der Ausschuß erklärt sich damit einverstanden. Absatz 2 entsprechend dem ersten Satz des Vorschlags der britischen Delegation anzupassen.
c) Absatz 3
20. Der Ausschuß verweist einen von der luxemburgischen Delegation in Dokument M/9 unter Nummer 3 vorgelegten Vorschlag an den Redaktionausschuß und prüft sodann den in Nummer 4 des Dokumenss M/40 enthaltenen Vorschlag der britischen Delegation. 21. Die britische Delegation erklärt, daB der Text des Übereinkommensentwurfs zu einschränkend sei und beispielsweise nicht die Vertretung der Organisation durch den Präsidenten auf Tagungen internationaler Einrichtungen erlasse. Sie schlage deshalb eine umfassendere Furmulierung vor. in der zum Ausdruck gebracht würde. daß der Präsident des Patentamts die Organisation vertrete. 22. Die deutsche und die österreichische Delegation unterstützen den Vorschlag der britischen Delegation. 23. Die französische und die luxemburgische Delegation äußern hingegen Bedenken. Aus systematischen Gründen halten sie es für besser, die Frage der Ausübung der Rechtsund Geschäftsfähigkeit der Organisation. die in engem Zusammenhang mit dem Inhalt des Absatzes 2 stehe. nicht mit der völlig anderen Frage der Übertragung der Befugnis an den Präsidenten zu verbinden, die juristische Person, welche die Organisation darstelle, nach außen hin zu vertreten. 24. Die Delegation des IIB weist darauf hin, daß mit dem britischen Vorschlag beabsichtigt sei. den Anwendungsbereich des. Absatzes 3. der in dem Entwurf (in der englischen und französischen Fassung) auf die Ausübung der Rechts- und Geschäftsfähigkeit beschränkt sei, so zu erweitern. daß der umfassendere Begriff der Vertretung erfaßt werde. 25. Da die Aussprache in bezug auf diese Frage näheren Aufschluß gebracht hat, billigt der Ausschuß den Vorschlag der britischen Delegation einstimmig mit einer Stimmenthaltung.
Artikel 6 - Sitz
26. Die französische Delegation erklärt bei der Erläuterung ihres in Dokument M/59/I/II enthaltenen Vorschlags. daß der Entwurf des Zentralisierungsprotokolls in Abschnitt I vorsehe, daß die Mitgliedstaaten des IIB sich verpflichteten, die notwendigen Maßnahmen zu treffen. um vom Zeitpunkt der Eröffnung des Europäischen Patentamts an alle Aktiva und Passiva sowie das gesamte Personal des IIB in das Europäische Patentamt einzubringen. Bei einer solchen Lösung wäre es erforderlich, daß der Verwaltungsrat noch vor der Eröffnung des Europäischen Patentamts über Änderungen des Übereinkommens und seiner Ausführungsordnung beschließe. um die Übertragung der Aufgaben des IIB auf die Generaldirektion "Recherche" des Europäischen Patentamts zu berücksichtigen. Die französische Delegation schlägt vor, die Eingliederung des IIB in das Europäische Patentamt im Übereinkommen selbst vorzusehen; ein solcher Grundsatzbeschluß würde es erforderlich machen, insbesondere Artikel 6 Absatz 2 zu ändern. der dann wie folgt lauten würde: "2) Das Europäische Patentamt wird in München errichtet. Es hat eine Zweigstelle in Den Haag; diese Zweigstelle umfaßt die Eingangsstelle und die Recherchenabteilungen." 27. Die belgische, die britische, die deutsche. die niederländische und die österreichische Delegation unterstützen den französischen Vorschlag. 28. Der Vorsitzende stellt fest. daß sich keine Delegation gegen den Grundsatzbeschluß. die Eingliederung des IIB im Übereinkommen selbst vorzusehen, ausgesprochen hat. 29. Die französische Delegation erklärt unter Bezugnahme auf Artikel 6 Absatz 2 Satz 2. daß die vorgeschlagene Fassung mit keiner inhaltichen Änderung verbunden wäre, der vorgeschlagene Text. der die Errichtung der Eingangsstelle in Den Haag vorsehn berücksichtige auch den Umstand. daß das gesamte Verlahtın bis zum Zeitpunkt der Stellung des Prüfungsantrages in Den Haag abgewickelt werde. 30. Die niederländische Delegation teilt diesen Standpunkt. 31. Die britische Delegation unterstützt diesen Vorschlag grundsätzlich. Sie wirft jedoch die Frage auf. ob die Eingangsstelle auch für Teilanmeldungen zuständig sei. die im Laufe des Verfahrens eingereicht würden. In diesem Zusammenhang bezieht sie sich auf die Artikel 73 (75) und 74 (76) des Übereinkommens. 32. Die deutsche Delegation weist auf die im Rahmen des Hauptausschusses in bezug auf die Artikel 73 (75) und 74 (76) gefaßten Beschlüsse hin. wonach vorzusehen sei, daß europäische Patentanmeldungen sowohl in München als auch bei der Zweigstelle Den Haag eingereicht werden könnten. 33. Der Vorsitzende stellt fest. daß auch dieser Teil des in Dokument M/59/I/II enthaltenen Vorschlags der französischen Delegation vom Ausschuß angenommen worden sei, und leitet ihn an den Redaktionausschuß weiter.
Artikel 7 - Dienststellen des Europäischen Patentamts
34. In bezug auf Artikel 7 schlägt die französische Delegation in Dokument M/59/I/II eine geringfügige Änderung. nämlich die Sireichung der Bezugnahme auf das IIB. vor. 35. Der Vorsitzende stellt fest. daß sich diese Änderung aus dem Beschluß über die Eingliederung des IIB ergebe. und leitet den Vorschlag an den Redaktionsausschuß weiter.
Artikel 9 - Haftung
a) Absatz 2
36. Die luxemburgische Delegation unterbreitet ihren in Nummer 4 des Dokuments M/9 enthaltenen Vorschlag. 37. Die deutsche Delegation hat gegen den Vorschlag grundsätzlich nichts einzuwenden. ist aber der Ansicht, daß die von der luxemburgischen Delegation gewünschte Klarstellung überflüssig sei. Nach dem deutschen Rechtssystem beispielsweise verstehe es sich von selbst, daß das Recht des betreffenden Staates nicht nur für die Bestimmung des Umfangs der Haftung, sondern auch die Bestimmung des Grundsatzes der Haftung als solchen gelte. 38. Die luxemburgische Delegation zieht aufgrund der Erklärung der deutschen Delegation ihren Vorschlag zurück.
b) Absatz 4
39. Die britische Delegation schlägt im übrigen vor, in Absatz 4 Buchstabe a vorzusehen, werde. daß die Gerichte der Bundesrepublik Deutschland zuständig seien, wenn nicht ein Gericht oder das Recht eines anderen Staates bestimmt worden sei. Hierdurch würde sichergestellt, daß nicht nur das zuständige Gericht eindeutig ermittelt werden könnte, sondern daß die Beteiligten auch das anwendbare Recht vertraglich festlegen könnten. 40. Die französische und die österreichische Delegation legen aus systematischen Gründen Vorbehalte gegen diesen Vorschlag ein, da die Bestimmungen, durch die das anwendbare Recht festgelegt werde. in den Absätzen 1 und 2 des betreffenden Artikels enthalten seien. 41. Die britische Delegation zieht in Anbetracht dieser Bemerkung ihren Vorschlag zurück.
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Inhaltsverzeichnis ..... Seite Einleitung ..... 7 Sitzungsbericht der Vollversammlung ..... 9 Eröffnungssitzung (M/PR/K/1) Sitzungsbericht des Vollmachtenprüfungsausschusses ..... 25 (M/PR/V) Sitzungsbericht des Hauptausschusses I ..... 27 (M/PR/I) Sitzungsbericht des Hauptausschusses II ..... 117 (M/PR/II) Sitzungsbericht des Hauptausschusses III ..... 169 (M/PR/III) Sitzungsbericht des Gesamtausschusses ..... 177 (M/PR/G) Sitzungsbericht der Vollversammlung ..... 215 Schlußsitzung (M/PR/K/2) Teilnehmerliste ..... 227
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BERICHTE
DER
MÜNCHNER DIPLOMATISCHEN KONFERENZ ÜBER DIE EINFÜHRUNG EINES EUROPÄISCHEN
PATENTERTEILUNGSVERFAHRENS
(München, 10. September bis 5. Oktober 1973)
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Zu Artikel 43
Sitz
1. Materialien: a) EWG-Vertrag, Art. 216; b) revidiertes Haager Abkommen über die Errichtung eines internationalen Patentbüros, Art.16; c) Pariser Verbandsübereinkunft, Art. 13. 2. Bemerkungen:
Die erste alternative ist dem Art. 16 des revidierten Haager abkommens über die Errichtung eines internationalen Patentbüros nachgebildet.
Die zweite Alternative kommt inhaltlich der im EWG-Vertrag niedergelegten Bestimmung nahe:"Der Sitz der Organe der Gemeinschaft wird im Einverständnis zwischen den Regierungen der Mitgliedsstaaten bestimmt."